Frühkindliche Bildung
00:00:01: Aber es gibt noch Resilienzfaktoren, die man unterstützen und fördern kann.
00:00:05: Nicht nur auf der Kinderebene, das gilt genauso auch auf der wachsenden Ebene.
00:00:09: Und das ist zum Beispiel die Förderung von Selbstwirksamkeit, von Selbstwahrnehmungen, problemlöse Fähigkeiten, soziale Kompetenz, Selbstregulationen... Umgang mit Stress.
00:00:19: Und diese Dinge, die kann man mal abklopfen und da geht es gar nicht so drum jetzt ein Programm abzuspulen sondern eher zu gucken wo bieten sich in unserem Alltagssituationen?
00:00:28: Wo wir das ganz explizit im Fokus nehmen können.
00:00:32: Hallo und willkommen zu einer neuen Ausgabe von.
00:00:35: auf die ersten Jahre kommt es an dem Podcast von Fröbel und Nifpe für pädagogische Fachkräfte.
00:00:42: Ich bin Katrin Hohmann und interviewo monatlich Expertinnen und Experten zu vielfältigen Themen der frühkindlichen Bildung und Entwicklung.
00:00:50: Immer wissenschaftlich fundiert, und zugleich nah an der Praxis.
00:00:56: Ja Resilienz ist längst ein zentrales Thema in Kitas – ich denke auch das Wort den Begriff hat jeder-jede irgendwie schon mal gehört!
00:01:06: Und gleichzeitig ist nicht immer klar, was bedeutet das eigentlich ganz konkret im Alltag.
00:01:10: Und vor allem können wir als Fachkräftekinder wirklich resilient machen bzw nachhaltig stärken und eben genau ihre Resilienz in Blick behalten.
00:01:20: Genau über dieses Thema möchten wir heute im Podcast sprechen!
00:01:23: Ich freue mich total dass Maike Renau Böse heute zu Gast ist.
00:01:28: Sie ist Professorin und Studiengangsleitung für Kindheitspädagogik an der Evangelischen Hochschule Freiburg.
00:01:35: Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Resilienz, Gesundheitsförderung auch des herausfordernden Verhaltens in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen sowie Organisationsentwicklung von Kitas.
00:01:47: Und sie leitet gemeinsam mit Kollegen in das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung in Freiburg!
00:01:53: Ganz kurz und knapp – ich glaube man könnte noch viel mehr zu Ihnen sagen.
00:01:57: Herzlich willkommen Frau Rennerböse, ich freue mich sehr dass Sie da sind.
00:02:00: Vielen Dank, danke für die nette Begrüßung.
00:02:04: Ja, ich sag grad.
00:02:04: Man könnte wahrscheinlich noch ganz viel zu Ihnen sagen... Es war ausreichend.
00:02:07: ...wenn Sie es zum Gruß so vorstellen?
00:02:08: Das passt
00:02:09: ausreichender.
00:02:10: Wir dürfen direkt
00:02:11: mit dem Thema starten dieses große Wobb der Resilienz und ich glaube auch wenn man sie so vor Augen hat also mir geht's zumindest zur Verbindung.
00:02:19: Ich habe ganz viel Resilience Frau Mike Röner böse.
00:02:23: Dankeschön!
00:02:24: Wenn
00:02:24: wir das so hören was meinen wir eigentlich genau damit?
00:02:28: Sie haben schon gesagt, das ist ein Wort in aller Munde.
00:02:30: Das gibt es in ganz vielen Disziplinen und wird im Alltag verwendet.
00:02:34: Das hören wir in verschiedenen Zusammenhängen.
00:02:37: Im pädagogischen Kontext beschreibt es die Fähigkeit von Kindern mit Belastung und Herausforderungen gut umgehen zu können.
00:02:45: Es wird auch als seelische Widerstandskraft bezeichnet.
00:02:49: Und ja, das Wichtige ist eben, dass es eine Fähigkeit ist, die nicht angeboren ist sondern die sich im Laufe des Lebens entwickelt und diese uns leichter macht, mit Schwierigkeiten und Belastungen umzugehen.
00:03:03: Und oft wird im Kopf ja auch immer so abgebildet oder ich kenne es so von mir, dass das eine Stärke ist aber sagen gerade schon, es entwickelt sich
00:03:10: d.h.,
00:03:11: wir kommen nicht automatisch resilient auf die Welt?
00:03:14: Nein, das ist total wichtig, dass klar ist, dass Resilienz ... nicht angeboren ist.
00:03:19: Es gibt keine Resilienz-Gehen, da wird schon auch immer dran geforscht.
00:03:23: aber wo es sich die Forscherinnen und Forscher eigentlich ziemlich einig sind dass Resilience ein Prozess ist der abhängig ist von unseren Erfahrungen und Erlebnissen die wir in unserem Leben machen und eben verschiedenen Faktoren auf die wir nachher noch zu sprechen kommen und ja auch den Beziehungen wie wir in unserem Leben eingehen die uns prägen.
00:03:44: das alles hat Einfluss Und es ist schon so, dass wir ganz früh damit beginnen können das zu fördern und zu unterstützen.
00:03:53: Aber es ist nicht etwas mit dem wir auf die Welt kommen und sich sofort seine Wirkung entfaltet.
00:04:00: Das bedeutet, es entwickelt sich und im Laufe der Zeit kann es mehr oder auch weniger werden.
00:04:05: Also ich kann auch widerstandsfähiger sein in Momenten und das kann sich verändern?
00:04:10: Ja,
00:04:10: das kann się verändern weil das eben davon abhängt welche Ressourcen, welche Schutzfaktoren ich zur Verfügung habe Und das sind auch Dinge die im Wandel sind.
00:04:20: dass ist nicht automatisch etwas was man für immer behält sondern das ist etwas wo man dran bleiben muss Was man immer wieder unterstützen und stärken muss also Fähigkeiten, die wir auch sonst im Leben haben.
00:04:32: Also denken wir zum Beispiel an sportliche Fähigkeiten und dann ist es zwar schon so dass wir vielleicht eine Grundausdauer haben wenn wir viel Sport machen Aber um dann eine Marathon teilzunehmen, muss man doch noch mal explizit trainieren.
00:04:46: Ja?
00:04:46: Und dann kommt es einfach drauf an wie die Voraussetzungen sind.
00:04:50: habe ich genügend Zeit und Raum der mir gegeben wird.
00:04:53: Habe ich Menschen, die mich unterstützen.
00:04:55: Das hat man manchmal im Leben und manchmal hat man das auch weniger.
00:04:58: von daher kann das eben auch in Bezug auf die Resilienz variieren.
00:05:02: Also Resilience ist ein dynamischer Prozess.
00:05:04: Es kann sich verändern.
00:05:06: Jetzt haben wir ein bisschen allgemeiner gestartet oder sein wir das jetzt schon mal auf die Kita-Welt, auf die pädagogischen Fachkräfte übertragen.
00:05:14: Die sich jetzt vornehmen oder vornehmen aber kleinen Wunsch haben.
00:05:18: ich möchte natürlich die Resilienz, die Widerstandsfähigkeit der mir anvertrauten Kinder meiner Kindergruppe in meine Einrichtung stärken.
00:05:28: was bedeutet das konkret für die Arbeit in der Kita?
00:05:31: Also es ist definitiv so, dass in der Kita ein guter Ort dafür ist, Resilienzförderung anzugehen.
00:05:37: Auch möglichst früh und das Wichtige ist aber, dass sie sich eben nicht nur auf die Resiliensförderungen der Kinder konzentrieren sollte sondern Resilience Förderung beinhalt einer Arbeit auf allen Ebenen, die die Kita betreffen.
00:05:50: Und wenn wir Resilienzförderung oder eine Resilience förderlicher Einrichtungen anstreben, dann ist das ein Organisationsentwicklungsprozess der die Fachkräfte mit einbezieht.
00:06:00: Der die Bezugspersonen, die Zusammenarbeit mit den Familien mit einbekommt.
00:06:04: natürlich ist ein großer Schwerpunkt auch auf den Kindern aber auch des Netzwerk um einer Einrichtung herum sollte mit ein bezogen werden damit auf möglichst vielen verschiedenen Ebenen dieser Prozess am Laufen gehalten werden kann.
00:06:18: Perfekt,
00:06:18: super.
00:06:18: Ich glaube da gucken wir dann einfach ein bisschen später nochmal vielleicht auch ein bisschen Praxis näher drauf.
00:06:22: was bedeutet das?
00:06:24: Und ich habe mich in der Recherche auch gefragt ja die Forschung spielt natürlich immer eine große Rolle und ich hab auch überlegt wie lange gibt es überhaupt den Resilienzbegriff schon?
00:06:34: also wie ist die Forschungen eigentlich aufgestellt?
00:06:38: und vielleicht auch wie hat sie sich im Laufe der Zeit verändert?
00:06:41: Ja, also die Pionierstudie.
00:06:42: Das ist diese genannte KY-Studie von Emmy Werner und Ruth Smiths, die in den neunzehntfünfundfünftiger Jahren begonnen hat, die allerdings dort noch gar nicht so sehr Resilienz im Fokus hatten sondern die hatten sich erst mal dafür interessiert wie entwickeln sich Menschen?
00:06:57: Was nimmt Einfluss auf die Entwicklung von Menschen und haben den gesamten Geburtsthergang von neunzentfünfundfünfzigvierzig Jahre lang begleitet Und in dem Zuge haben sie dann festgestellt, dass eben ein Teil der Menschen, die Sie dort begleitet haben und das sehr schwierige Bedingungen aufgewachsen ist.
00:07:13: Die es nicht leicht hatten früher Tod einer Bezugspersonen zum Beispiel psychische Erkrankung der Eltern, Aufwachsen in Armutslagen solche Risikofaktoren.
00:07:22: Dass ein Teil dieser sogenannten Risikostichprobe sich trotz allem im Laufe der vierzig Jahre gut entwickelt hat.
00:07:31: Und dann ist natürlich so ein bisschen die Frage, was bedeutet eine gute Entwicklung?
00:07:34: Auch das ist Definitionssache und sehr abhängig auch von der Perspektive der jeweiligen Studien.
00:07:40: Aber eine gute Entwicklung lässt sich vielleicht ganz gut so beschreiben dass zum einen aus der subjektiven Perspektiv des Menschen er sagt ich bin mit meinem Leben zufrieden komme gut zurecht.
00:07:51: Ich habe Dinge für die ich mich begeistert, die mir Spaß machen Ich habe Beziehungen und Freunde.
00:07:56: Und eben auch auf der externen Ebene, dann zeigte sich in dieser Stichprobe, dass die Menschen weniger auf die schiefe Bahn gekommen sind, dass sie auch körperlich gesünder waren, dass Sie einen Beruf gefunden haben, der sie ausfüllt, das Sie Beziehung eingehen konnten.
00:08:12: Also das war ein Kriterien.
00:08:14: Die beiden Forscherinnen haben sich gefragt was haben die ein?
00:08:16: Was die anderen nicht haben wo sie doch unter denselben schwierigen Bedingungen aufgewachsen sind?
00:08:21: Und dann haben sie angefangen, Listen von Schutzfaktoren zu schreiben.
00:08:25: Diese Forschungen wurden auf der ganzen Welt tatsächlich aufgegriffen und man natürlich schon sich fragt, was auf der hawaianischen Insel Kauai sich als schützend auserweist heißt nicht unbedingt dass das in Deutschland genauso erfolgreich ist oder wo auch immer?
00:08:42: Und es hat sich aber eben gezeigt, dass es einen Kern von Schutzfaktoren gibt.
00:08:45: Der scheinbar auch kulturell unabhängig wirksam ist und in diesem Zuge ist der Begriff der Resilienz entstanden.
00:08:53: Das ist ja ein Begriff, der kommt ganz ursprünglich aus der Werkstoffkunde.
00:08:57: Also das heißt man hat damit Stoffe beschrieben die sich in ganz unterschiedliche Zustände versetzen lassen je nachdem wie die Ausgangsbedingungen sind also sich ausdehnen und dann wieder zurückversetzen lassen eine Flexibilität sozusagen Und das ist dann übertragen worden auf den pädagogisch-psychologischen Bereich.
00:09:15: Total spannend, ne?
00:09:16: Also ich glaube die Studie haben bestimmt ganz viele schon gehört und gleichzeitig ist bei mir dann auch wieder das große Fragezeichen so was nehmen wir uns für die pädagogische Praxis?
00:09:24: wie übertragen wir diese Dinge?
00:09:25: und es haben sie ja gerade auch angesprochen.
00:09:26: Das heißt zu Beginn standen auch viel stärker also erstmal die Risikofaktoren im Blick.
00:09:30: Wir haben erst mal geguckt was schwächt den Menschen um dann zu schauen was sind Schutzfaktoren wenn wir dass jetzt auf die Pädagogische Praxise übertrage Und auf die Kinder, die wir vielleicht auch vor unseren inneren Augen so simpellich sehen mit denen wir in Kontakt stehen.
00:09:48: Vielleicht auch noch uns darauf passend nochmal die Risikoschutzfaktoren angucken?
00:09:52: Was sind so typische Risikofaktoren mit den Kindern heute in unserer Welt und unsere Umgebung, in unserer Gesellschaft konfrontiert sind?
00:10:02: Also zum einen sind es Risikofaktoren, die nicht nur für heute typisch waren und sind.
00:10:07: Sondern auch schon in früheren Jahren als Risikophaktoren klassifiziert werden.
00:10:13: Und das ist eben der frühe Verlust einer Bezugsperson.
00:10:17: Das ist das Aufwachsen im Armut.
00:10:19: Das kann die psychische Erkrankung von Eltern sein.
00:10:23: Was jetzt vielleicht in unserer heutigen Zeit noch dazu kommt, ist die Auseinandersetzung mit der Welt der Medien.
00:10:29: Diesem Einfluss dem Umgang damit ... gibt es inzwischen ganz viele neuere Forschung auch, die sich mit Resilienz und Medien beschäftigen.
00:10:37: Aber letztendlich ist so an diesem Kern von den Risikofaktoren hat sich eigentlich nicht so viel verändert, weil diese ganz schwerwiegenden Risikophaktoren nach wie vor Bedeutung haben.
00:10:48: Also alles, was wir auch denken, wir wären Krisendenken wenn wir vielleicht auch schon ein größerer Umzug, eine Trennung, einen Verlust hatten sie angesprochen über den Menschen in Kontakt stehen.
00:10:59: Jetzt denken wir an Widerstandsfähigkeit.
00:11:01: Okay, jetzt haben wir Krisen und Herausforderungen, die wir meistern.
00:11:05: Die kennen wir alle!
00:11:06: Und sie hatten auch gerade gesagt als Studie ist es deutlich geworden, dass es für einige oder einigen besser gelingt damit umzugehen als anderen.
00:11:13: Das heißt, jetzt spielen die Schutzfaktoren eine große Rolle.
00:11:16: Wenn wir das auf unsere Welten, Kinder heute und den Kita-Alltag übertragen, was wären da Schutzfakte?
00:11:23: Darf ich, bevor ich dazu was sage?
00:11:24: Vielleicht gerade noch mal einen kurzen Schritt zurückgehen in Bezug auf die Risikofaktoren.
00:11:29: Weil das ist immer so ein bisschen der Knackpunkt wo die Forschenden sich auch ein Stück weit streiten wie hoch muss das Risiko sein dass man von Resilienz sprechen kann?
00:11:38: also welche Perspektive nimmt man sozusagen ein?
00:11:42: und es gibt die Forschungsperspektive die deutlich macht also von Resilienskannur gesprochen werden wenn eine sehr große Krise da ist eine sehr deutliche Belastungen wie ein Unfall, Kriegserfahrung.
00:11:54: Eine traumatische Erfahrung.
00:11:55: und dann gibt es Forschenden die das eher breiter sehen, die eben auch den Alltagsstress Entwicklungsaufgaben, dass das eben auch schon Herausforderungen sozusagen sind an denen sich zeigt und auch Unterschiede zeigen wie Menschen mit Belastungen umgehen.
00:12:11: also das heißt die Stärke der Belastung, dass ist auch etwas was diskutiert wird oder wo man Abhängigkeiten sehen kann, wie wesentlich es da ist Resilienz zu unterstützen.
00:12:23: Also ob wann es greift oder wenn wir davon sprechen wollen?
00:12:26: Ja genau.
00:12:27: und also sind sich alle einig man kann von Resilience nur sprechen in Kombination mit einer Belastung und Herausforderungen.
00:12:33: ansonsten spricht man eher von entwicklungsförderlichen Bedingungen, dass jemand sich entwickelt Aber nicht dann von Resilienz.
00:12:42: Da ist immer die Kombination sozusagen, dass Resiliens sich nur dann zeigt unter Belastung.
00:12:50: Also bei den Schutzfaktoren haben ja eben Emmy Werner und Bruce Smith damit begonnen, sich damit auseinanderzusetzen was Menschen in schwierigen Situationen schützt Und diese Forschungen wurden dann von anderen aufgegriffen auf der ganzen Welt in unterschiedlichen Kulturen.
00:13:06: Sonja Lusa, eine kanadische Forscherin hat so ein dickes Buch über fünfzig Jahre Resilienzforschung geschrieben und hat gesagt sie kann diese Forschung eigentlich mit einem Satz zusammen fassen das Resiliens letztendlich immer auf Beziehungen beruht.
00:13:20: Und dieses Ergebnis bestätigt sich eben auch immer wieder dass der wichtigste Schutzfaktor bei der Resilience Förderung eine unterstützende warme Beziehung zu einer Bezugspersonen ist was für pädagogische Fachkräfte ein wichtiges Forschungsergebnis ist, dass es nicht unbedingt die Eltern sein müssen, die diese Beziehung anbieten.
00:13:41: Das ist natürlich der beste Fall und das wünschen wir jedem Kind und das sind während den besten Ausgangsvoraussetzungen.
00:13:48: aber viele der pädagogischen Fachkräften haben jetzt vielleicht auch gerade Kinder im Hopf oder sehen sie vor sich eben diese warme Beziehungen in ihrer Familie nicht erfahren dürfen.
00:13:59: Und die Forschung haben eben sehr deutlich gemacht, dass es sogenannte kompensierende ersetzende Beziehungen genauso einen Unterschied machen können und dazu beitragen, dass Menschen sich gesund- und widerstandsfähig entwickeln.
00:14:11: Und diese Beziehung, also es kommt weniger darauf an wer die Beziehungen anbietet.
00:14:15: Sondern eher wie diese Beziehenen angeboten wird.
00:14:18: Also das heißt jemand guckt wertschätzend auf mich unterstützt mich ermutigt mich ist für mich da wenn's mir nicht gut geht motiviert mich ein etwas dran zu bleiben hält aber auch aus wenn ich traurig bin wenn ich wütend bin wenn Ich eben mal nicht so angepasst bin.
00:14:34: Und so dieses Gefühl, ich bin nicht alleine und da ist jemand der glaubt an mich.
00:14:40: Der mag mich so wie ich bin.
00:14:41: Das scheint ebenso das Wesentliche in dieser Beziehungsgestaltung zu sein.
00:14:47: Ja, deswegen eine Grundlage auf die alles weitere Anresilienzförderung dann aufbauen kann.
00:14:54: Im Übrigen gilt diese Beziehung, dass jetzt nicht nur für Kinder sondern für jeden Menschen.
00:14:59: Also jeder von uns braucht jemanden, auf den er sich verlassen kann.
00:15:03: Das Gefühl der oder diejenige ist für mich da wenn es irgendwie eng wird und da kann ich so sein wie ich bin.
00:15:10: Ich habe da gerade ein bisschen Gänsehaut bekommen weil ich auch gerne Fachkräften wieder mitgebe die außerdem auch Mensch ich weiß ja gar nicht um wie soll ich das alles schaffen was wir für einen Unterschied machen können im pädagogischen Alltag und für diesen kleinen Moment.
00:15:21: Und sie sagten gerade auch nochmal, das Alter ist da relativ irrelevant und wir haben ja eingangs auch gesagt ein dynamischer Prozess.
00:15:27: Also auch wenn jeder einzelne Person von uns das noch mal kurz hört und spürt, wir alle brauchen Verbindung, ne?
00:15:33: Wir alle brauchen diese Beziehung.
00:15:35: und vermutlich auch sagt mir Eingangs auch Resilienz entwickelt sich verändert sich ein Leben lang.
00:15:42: Also auch die Beziehung am Erwachsenenalter spielt eine große, tragende Rolle.
00:15:45: Auch wenn ich vielleicht eine nicht so leichte Biografie habe, einen emotionalen Rucksack der vielleicht ein bisschen schwerer ist... Wie wichtig es ist?
00:15:54: Da ist jemand auf den kann ich mich verlassen und sie sagten!
00:15:57: der respektiert und nimmt mich so, wie ich bin.
00:15:59: Also auch diese Ressourcen spielen da noch mal eine große
00:16:02: Rolle.".
00:16:02: Das waren ja schon ganz klare Beispiele für den Alltag.
00:16:06: Ich hatte gerade die Ankomstzeit, die Eingewöhnungsphase im Blick und die Bedeutung dieser, gerade auch für den pädagogischen Kontext, wenn wir uns beziehungen angucken, wie wertvoll und wichtig das ist?
00:16:17: Ja genau, also da wird ja sozusagen die Basis davon gelegt.
00:16:21: Ich kann mich hier sicher fühlen ich kann mich wohlfühlen das sind Menschen die kümmern sich um mich.
00:16:27: Die nehmen mich wahr.
00:16:28: es ist nicht egal ob ich jetzt morgens hier reinkomme oder ob dass jemand anders isst.
00:16:33: Also ich werde im wahrsten Sinne des Wortes gesehen.
00:16:36: Ja ich werde wahrgenommen und respektiert Und die Eingewöhnung ist sozusagen dann der ja die Anfangsphase die da eben so ein ganz wichtige Basis dafür schaffen kann.
00:16:52: Ja, ich glaube, warum ich das gerade noch mal so ein Stück weit unterstreichen wollte ist weil wir manchmal so eine Schnelligkeit in uns haben und denken okay, warum dauert das denn jetzt so lange?
00:17:00: Wie individuell sind wir hier.
00:17:02: Und auch wenn wir über die Risikofaktoren sprechen werden – gerade auch kurz die Medien angesprochen – es wird alles irgendwie schneller und wie wertvoll und wichtig ist da ja genau diese Präsenzmomente und dieses Ich seh dich für diesen Moment und was das für einen Unterschied macht auf das
00:17:18: Spür
00:17:19: im Alltag, dass uns das manchmal pannen kommen und deswegen so wichtig ist da Stopp zu drückmäßig anzumarkern.
00:17:24: Wenn ich dafür dich da gerne auch gleich noch was zu sagen weil mir das selbst total am Herzen liegt, weil ich das Gefühl habe... Also was bei diesem Resilienzprozess, der oft vergessen wird ist dass er auch sehr anstrengend sein kann.
00:17:37: Ja es geht ja da um Belastungen, um Krisen und schwierige Lebenssituationen und solche Situation sind verbunden mit Angst, mit Trauer, mit Wut alles Gefühle mit denen wir uns nicht so gerne auseinandersetzen Und wo wir alle immer so ein bisschen die Tendenz haben, ja das möglichst schnell zu beenden und den Blick darauf zu richten wie es wieder besser weitergehen kann.
00:18:01: Das wird schon wieder und guck mal was du davon hast und vielleicht gibt's einen Sinn da drin.
00:18:06: also man versucht schnell auch zu bagatellisieren und natürlich aus dem Wunsch heraus jemandem zu helfen und ihn zu trösten.
00:18:13: Aber was aus meiner Sicht viel zu kurz kommt, ist das Aushalten.
00:18:17: Gemeinsame Aushalten von Traurigkeit, von Angst und Wut.
00:18:22: Und erst wenn genügend Zeit dafür da war für diese Gefühle und für dieses Respektieren ... Da ist jetzt was passiert, das mich wirklich beschäftigt.
00:18:32: Was vielleicht mein Leben sogar umgeworfen hat ja?
00:18:35: Was Beziehungen in Frage stellt, was große Emotionen in mir auslöst.
00:18:39: Wenn das nicht genügend gewürdigt wird auch dass dafür Zeit es sich damit auseinanderzusetzen und ganz schnell nach den Stärken und Ressourcen geguckt wird die natürlich ihre Brechtigung haben.
00:18:48: und dafür steht der Riselchenensatz ja auch.
00:18:51: aber beides hat seine zeit und es braucht erst das eine und dann das andere.
00:18:55: Und deswegen ist mein Plädoyer so sehr für mich beinhaltet eine resilienceförderliche Haltung, dass wir diese Gefühle und diese Zeit miteinander aushalten.
00:19:04: Ja?
00:19:05: Und wo gibt es noch Menschen die sich dafür auch die Zeit nehmen?
00:19:09: Das finde ich, was pädagogische Fachkräfte sehr gut anbieten und machen können.
00:19:14: Diese Gefühlen mit den Kindern aushalten, die thematisieren, die ansprechen, den Raum geben Und natürlich dann auch wieder den Blick nach vorne zu richten und so gucken, wie kann es weitergehen?
00:19:24: Aber erst braucht es das andere.
00:19:26: Erst braucht es dass andere das halten, das miteinander halten um bei Beziehung sein.
00:19:31: Die Sackengrad, das kann anstrengend sein.
00:19:34: oder kommen wir auf uns zu sprechen und zu gucken was macht das mit mir als pädagogische Fachkraft?
00:19:39: wo sind vielleicht auch meine Faktoren die es mir schwerer gemacht haben?
00:19:42: also wir schwenken ja da immer mit
00:19:44: Ja, definitiv.
00:19:45: Und deswegen wollen wir auch noch draufzusprechen kommen was eine resilientförderliche Organisation ausmacht und das ist eben auch die Gesundheit und Resilienz der Fachkräfte und hier sind immer Vorbild auch für die Kinder mit denen wir arbeiten.
00:19:58: und wenn wir auch in der Lage sind über unsere Gefühle offen auch zu sprechen nicht immer ne Fassade aufrecht zu erhalten im Austausch mit anderen zu sein und uns um unser eigenes gesundheit zu kümmern dann hat es auch eben eine große Auswirkung darauf wie die Resilience Förderungen der Einrichtung funktioniert.
00:20:15: Und das ist natürlich nicht nur Aufgabe jeder einzelnen Fachkraft für sich, sondern es ist auch Aufgabe der Organisation des Trägers den Rahmenbedingungen die so eine Kita bietet.
00:20:25: Ja, ich glaube da sind wir auch schon mittendrin.
00:20:27: Was macht diese gesundheitsförderlichen Orte aus?
00:20:29: Weil wir nicht selten... Das erlebe ich auch ganz oft zu diesen Fokus fast überwiegend auf die Kinder lenken und sie sagten gerade schon, wir sind Vorbilder!
00:20:36: Wir sind Teil dessen.
00:20:37: vielleicht wenn wir dann nochmal ein Moment stehen bleiben und das nochmal ein paar Worte kleiden was macht eine Kita eben zu so einem Ort?
00:20:42: Was spielt da eine
00:20:43: Rolle?!
00:20:44: So wie die Beziehung, die Basis ist für eine gelingende Resilienzförderung.
00:20:48: Ist das Team gut miteinander arbeitet?
00:20:54: Dass es dort Anerkennung und Wertschätzung untereinander gibt dass die pädagogischen Fachkräfte das Gefühl haben sie pfeifen nicht auf dem letzten Loch sondern auch an ihrer Gesundheit wird sich interessiert Und auch Sie haben die Möglichkeit was übrigens auch ein Resilienzfaktor ist, Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen.
00:21:13: Also sich selbst einbringen zu können mit ihren Stärken und Fähigkeiten, das die gesehen werden.
00:21:18: Und wenn ein Team gut miteinander arbeitet – das kennen wir alle!
00:21:21: Wenn wir in so eine Einrichtung kommen, dann macht das schon allein etwas mit der Atmosphäre.
00:21:25: Da ist eine gute Stimmung.
00:21:27: Das mag so ein bisschen schlecht greifbar sein aber das ist oft eben zurückzuführen darauf wie die Fachkräfte miteinander arbeiten es sehr oft gekoppelt der Leitung, wer es gut gelingt diese Teamprozesse in Gang zu setzen und ja da auch sich für das Team einzusetzen eine gute Verbindung zum Träger zu schaffen.
00:21:47: Und da auch die entsprechenden Rahmenbedingungen einzufordern.
00:21:51: Das heißt es braucht darum auch wieder eine starke Leitung Die aber auch wieder Unterstützung natürlich braucht.
00:21:56: also dass sind alles Elemente, die miteinander verbunden sind.
00:22:00: Es sind verschiedene Ebenen, die mit berücksichtigt werden müssen und in so einer Organisation.
00:22:06: Da spielen natürlich auch die Bezugspersonen die Eltern eine Rolle.
00:22:09: Auch sie müssen in diesem Prozess mitgedacht werden.
00:22:12: wie können Sie die Kinder zu Hause unterstützen?
00:22:14: Wie können Sie sich selbst wieder als Erziehungskompetent erleben?
00:22:18: was können Sie für die Gesundheit der Familie tun?
00:22:21: Und auch eine Kita kann das nicht alles alleine.
00:22:24: Da gibt es Netzwerke im Sozialraum, die aktiviert werden sollten um eben auch da zu entlasten.
00:22:38: Also ich merke, es sind ganz viele Zahnräder, die einander greifen.
00:22:42: Nicht selten hören wir gerade in den pädagogischen Einrichtungen viel Ich bin belastet, mein Team ist belastelt.
00:22:49: Das große Wort der Rahmenbedingung was aus meiner Sicht doch mal ein bisschen kurz greift um da wirklich ein bisschen tiefer zu schauen okay was meint das?
00:22:55: Und Sie haben gerade auch angesprochen diese Atmosphäre die herrscht.
00:22:58: also ähnlich wie wir ein Kind halten können wir uns auch halten und uns wahrnehmen.
00:23:02: ne du bist wichtig wie du bist ich sehe dich wie Du bist und ja ich überlege grad auch auf welchen Bereich wir nochmal als nächstes zu sprechen kommen weil Belastungsfaktoren sind da.
00:23:12: Das ist das eine, zum anderen denke ich auch wenn Fachkräfte das jetzt hören und denken ja ich will dass alles unten setzen wir machen auch schon ganz viel und ich frage mich jetzt vielleicht als pädagogische Fachkraft als Leitung die das grad hört denn noch.
00:23:28: was könnte dann mein nächster Schritt sein?
00:23:29: oder wie kann ich vielleicht auch schauen?
00:23:31: Wie sind wir aufgestellt?
00:23:32: Was würden Sie der Person vielleicht gerade sagen die ja auch die letzten zwanzig Minuten so gefolgen gedacht hat hier Okay.
00:23:39: Und nun, wie können es weitergehen?
00:23:41: Genau also wenn ich mit Fachkräfteteams arbeite zu dieser Thematik dann gucken wir zuerst mal was machen wir alles schon?
00:23:48: das haben sie vorhin schon gesagt weil ich ganz oft erlebe dass viele Dinge in den Einrichtungen laufen die die Resilienz unterstützen aber gar nicht so wahrgenommen werden.
00:23:57: die werden als selbstverständliche Dinge die man tut und aber gar nichts so gewürdigt und auch wertgeschätzt und wir setzen sozusagen die Resiliensbrille auf.
00:24:06: Wo findet Resilienzförderung im Alltag statt?
00:24:10: Und ich bin vorher noch gar nicht auf die Resilience-Faktoren eingegangen.
00:24:13: Wir waren nur beim Schutzfaktor Beziehungen, aber es gibt noch Resilientfaktoren, die man unterstützen und fördern kann – nicht nur auf der Kinderebene, das gilt genauso auch auf der wachsenden Ebene.
00:24:24: Und das ist eben zum Beispiel die Förderung von Selbstwirksamkeit, von Selbstwahrnehmungen, problemlöse Fähigkeiten, soziale Kompetenz, Selbstregulationen.
00:24:33: Umgang mit Stress und diese Dinge kann man mal abklopfen.
00:24:37: Da geht es gar nicht darum jetzt ein Programm abzuspulen sondern eher zu gucken wo bieten sich in unserem Alltagssituationen Wo wir das ganz explizit den Fokus nehmen können?
00:24:46: Es geht gar nicht so sehr Ganz viel Neues zu machen Sondern mit einer anderen Perspektive Mit einem anderen Blick auf Dinge zu schauen schon tut und die zu intensivieren, verstärkt in den Fokus zu nehmen.
00:24:58: Und auch für andere sichtbar zu machen.
00:25:02: Wenn ich dann mit den Teams weiter arbeite, gucken wir erst mal wie können wir uns als Team stärken?
00:25:08: Wie laufen unsere Teamprozesse ab?
00:25:10: Wo zeigen wir uns Wertschätzung und Anerkennung?
00:25:12: Wo haben wir Zeit und Raum, uns weiterzuentwickeln?
00:25:15: Erst dann gehen wir zur Ebene der Kinder und gucken eben da wo können wir diese Resilienzfaktoren stärken und schützen?
00:25:22: Wie bieten wir Beziehungen an, wer rutscht durchs Raster?
00:25:25: Da ist auch immer hilfreich sich einzelne Kinder mal vorzunehmen und mal zu gucken.
00:25:31: Wer hier eigentlich Bezugspersonen?
00:25:32: ist das Bedürftnis nach Beziehung gestillt?
00:25:35: oder worin zeigt sich dass da vielleicht noch zu kurz kommt?
00:25:38: Wer kann das anbieten?
00:25:40: Und ja wie können wir Mahlsaltensituationen gestalten, dass Kinder sich als selbstwirksam erleben?
00:25:44: Wie können die Umkleidesituationen, Wickel-Situationen all diese Schlüssel Situationen eignen sich ganz hervorragend dafür, Resilienz immer wieder kontinuierlich im Alltag zu unterstützen.
00:25:55: Da braucht es gar nicht unbedingt ein Programm oder ein prezifisches Angebot.
00:26:01: Das kann helfen und wenn man die Zeitressourcen hat das zu machen dann ist es wunderbar weil man einfach noch mal so einen expliziten Raum hat.
00:26:09: aber aus meiner Erfahrung ist das wesentliche die Resilienceförderung im Alltag und diese Kontinuität die auch da drin steckt
00:26:16: Das war nicht gerade noch mal so ein ganz wichtigen Punkt für Teams und Fachkräfte zu gucken, was gelingt uns schon statt immer wieder dahin zu gucken.
00:26:23: Was muss ich noch alles schaffen?
00:26:24: Weil automatisch setzt uns das natürlich unter Stressen, unter Druck oder manchmal auch so meine Sorge wenn man so einen Podcast hört.
00:26:30: Ich möchte dass die Menschen das gehört haben und rausgehen und sagen Ja!
00:26:34: Und ich habe noch so einen kleinen Punkt an dem ich jetzt als nächstes ansätze So eine Idee und Lust daran stattzudenken.
00:26:40: Okay, das heißt es sagt die Forschung.
00:26:41: Das muss ich jetzt noch machen Oh Gott ist ja noch schwerer Und so viel auch sichtbar zu machen, vielleicht auch das nochmal zu unterstreichen.
00:26:49: Was eben uns gelingt und Sie hatten ja vorhin das Beispiel auch genutzt beim Trösten?
00:26:54: Das ist nicht selbstverständlich Gefühle zu halten!
00:26:57: dazu bleiben, wenn es schwer wird.
00:27:00: Und vielleicht dann auch zu denken okay meine Kollegin hat aber jetzt acht Kinder und ist gerade mit denen alleine weil ich hier im Moment sitze.
00:27:07: Aber wenn wir als Team diese Bedeutung dessen alle gemeinsam spüren Dann ist auch nicht so.
00:27:12: Ich lasse die jetzt im Stich.
00:27:13: Sondern ich mache grad auch was ganz wertvolles und wirksames und da braucht's eben diesen teamblick denke ich
00:27:18: Genau, auch der Kolleginnen zuzugestehen.
00:27:20: Ja heute rauche ich vielleicht mehr aufmunternde Worte von dir oder in Gespräch oder auch gemeinsame schöne Aktivität also im Team immer wieder zu schauen wie können wir selber uns gegenseitig Aufmerksamkeit schenken und ja auch schwierige Zeiten gemeinsam miteinander aushalten?
00:27:38: Mir fällt da gerade eine Fachkraft ein, die ich neulich begegnet bin.
00:27:41: wirklich nach dreißig Jahren Berufsjahren nach der Fortbildung sagte Ich habe den Kindern, glaube ich noch nie gesagt wie es mir geht.
00:27:51: Wenn ich mal Kopfschmerzen hatte immer dieses Funktionieren also sich damit zu denken und sich diese Erlaubnis zu geben wir sind wichtig
00:27:58: Ja, und man vermittelt den Kindern ja auch damit.
00:28:01: Eigentlich redet man nicht über Dinge wo es eigentlich gut geht.
00:28:04: Also wenn die Erwachsenen das nicht selber tun dann ist ja gar kein Raum dafür da.
00:28:09: Dann gibt's ja keinen Formbild darüber wie spreche ich denn so was?
00:28:13: Wie kommt das überhaupt an?
00:28:15: Und man eröffnet damit einen Raum auch dass solche Gefühle da sein dürfen dass man sich zeigen darf, dass man trotzdem wertgeschätzt hat auch wenn es einem nicht gut geht.
00:28:24: Auch wenn mein Kopf schmerzen hat und nicht so auf der Höhe ist.
00:28:27: Und diese Erfahrung nimmt man den Kindern ja dann auch, wenn man das gar nicht macht als es nicht nur für einen selber wertvoll wird, sondern man ermöglicht damit auch den Kindern zu sehen wie man so etwas macht.
00:28:40: Das hatte jetzt auch gar nicht so viel mit Zumutung zu tun.
00:28:43: Es geht ja nicht darum jetzt von den Kindern alles auszubreiten, sondern einfach nur zu sagen heute bin ich wirklich... gar nicht gut drauf und ich bin irgendwie richtig traurig heute.
00:28:53: Das ist etwas, da können Kinder auch mit umgehen und das darf man ihnen noch zumuten.
00:28:57: es geht immer nur auf die Art und Weise darauf an wie man etwas vermittelt.
00:29:01: aber sie immer fernzuhalten von all diesen Dingen führt eigentlich eher zum Gegenteil nämlich zu diesem Gedanken okay darüber redet man nicht.
00:29:08: ja und das mache ich lieber mit mir alleine aus weil vielleicht werde ich sonst gar nicht mehr gemocht
00:29:14: Darüber redet man nicht.
00:29:15: oder die Fachkräfte reagiert dann vielleicht auch schneller gereizt und das Kind kann es gar nicht einordnen bezieht, sondern umständen wieder auf sich.
00:29:22: Und lernt daran nicht was macht sie denn in diesen Momenten wo's ihr vielleicht nicht so gut geht?
00:29:26: Ich merke ich könnte darüber noch total lange weiter sprechen weil zu spannend ist und wir haben ja auch die Möglichkeit im Podcasts in den Show Notes auch nochmal ein paar Texte zu verlinken.
00:29:34: da würde mich freuen wenn wir dann noch den einen oder anderen finden wenn Fachkräften noch vertiefend einsteigen möchten Und gleichzeitig, genau geht's mir auch immer oder wünsche ich mir immer dass wir am Ende noch etwas mitgeben was sie für dieses Thema ganz essenziell halten.
00:29:51: Wenn Sie denken okay ich bündle so mein Leidenschaftsthema in vielleicht nochmal ein zwei zentrale Aspekte Würden Sie aus Ihrer Sicht gerne pädagogischen Fachkräften mitgeben, um Resilienz förderliche Impulse für die Praxis umsetzen zu können?
00:30:13: Zum einen finde ich es so dieser Punkt dass jeder sich deutlich machen sollte.
00:30:17: Es macht einen Unterschied ob ich da bin oder nicht und welche Beziehungen und wie ich Beziehung anbiete.
00:30:22: das heißt jede Interaktion die ich mit einem Kind habe bietet das Potenzial, die Möglichkeit dem Kind etwas mitzugeben was es für sein Leben stärkt.
00:30:31: Und das finde ich auch sehr ermutigend wie und auch stärkend wie wichtig diese Arbeit ist, die man tut.
00:30:38: Das ist eben nicht ARW spielen einfach nur mit den Kindern wir sind halt da sondern es macht einen Unterschied ob Ich als Fachkraft heute komme Wie ich den Kindern begegne und wie ich diese Interaktion gestalte.
00:30:52: Das wäre das eine und das andere ist, was ich vorhin schon gesagt habe.
00:30:55: Was mir so wichtig ist eben diese ja in Anführungsstrichen schwierigen Situationen und die damit einhergehenden Gefühle wie Wut, wie Angst mit Trauer, die gemeinsam auszuhalten und Zeit zu lassen für diesen Resilienzwörderprozess.
00:31:10: Es ist nicht etwas, was man im zehn Wochenprogramm abspult Und dann haben wir da jetzt auch mal wieder einen Haken dran gemacht Sondern es ist ein kontinuierlicher Prozess der Brauchzeit.
00:31:19: Der kann anstrengend sein.
00:31:21: nicht nur der Kann, er ist auch anstrengend.
00:31:23: Und da gehört einfach ganz viel im Alltag dazu.
00:31:26: und eben nicht nur ein Abspulen von bestimmten Methoden sondern es ist letztendlich immer wieder so ein großes Wort eine Haltungsfrage.
00:31:35: aber es geht eben sozusagen um diese Perspektive mit der man auf den Alltag schaut und denen Alltag wertschätzt und nutzt dafür die Kinder und sich selbst auch zu stärken.
00:31:49: Frau Rennerböse, ich danke Ihnen von Herzen für unser Gespräch.
00:31:53: Für dieses Gespräch, für dieses Geschenk an die Hörer und Hörerinnen.
00:31:58: Und den Hörern und Hören danke ich fürs Zuhören!
00:32:00: Und freue mich wenn Sie auch das nächste Mal wieder dabei sind Wenn es heißt auf die ersten Jahre kommt es an.
00:32:07: Vielen Dank
00:32:08: Sehr sehr gerne.