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Podcast "Auf die ersten Jahre kommt es an!"

Frühkindliche Bildung

Transkript

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00:00:00: Wenn wir jetzt das dialogische Vorlesen betrachten, dann wird vorlesen eher zu einem Gespräch.

00:00:06: Also die Erzieherin setzt Pulse, stellt Fragen, ermuntert die Kinder zur Redebeiträgen, hört selber aktiv zu und greift dann die Beiträge der Kinder auf.

00:00:19: Das heißt, die Kinder sind aktiv sie erzählen die Geschichte mit oder übernehmen sogar Teile der Geschichte Und hier liegt dann der Fokus eher auf die Interaktion, die entsteht.

00:00:32: Hallo und willkommen zu einer neuen Ausgabe von.

00:00:35: Auf Die Ersten Jahre kommt es an dem Podcast von Schröbeln und Nifpe für pädagogische Fachkräfte.

00:00:42: Ich bin Katrin Hohmann und interview monatlich Expertinnen und Experten zu vielfältigen Themen der frühkindlichen Bildung und Entwicklung immer wissenschaftlich fundiert und zugleich nah an der Praxis.

00:00:56: Bilderbüche anschauen und Geschichten vorlesen gehört zum Alltag in vielen Kitas.

00:01:02: Und ich bin unsicher, ob uns so bewusst ist wie besonders wirksam diese Momente für die Sprachentwicklung von Kindern sind.

00:01:10: Schon sehr junge Kinder sprechen hier mehr, greifen unsere Äußerungen auf unterweitern ihren Wortschatz.

00:01:17: Entscheidend ist dabei nicht nur das vorgelesen wird sondern auch dass Wie.

00:01:22: In dieser Folge schauen wir darauf was Dialogisches Vorlesen konkret bedeutet, warum es so wertvoll ist und wie es im Alltag umgesetzt werden kann.

00:01:31: Auch wie gelingt es in Gruppen, in denen viele Sprachen zusammenkommen?

00:01:35: Und was braucht es damit vorlesen wirklich wirksam wird?

00:01:40: Genau darüber sprechen wir heute.

00:01:43: zu diesem Thema haben wir Doktorin Astrid Hase zu Gast.

00:01:47: Sie hat an der Georg Augustus-Universität Göttingen und an der Universität Erfur zu zentralen Fragen der Sprachentwicklung geforscht, unter anderem zur Mehrsprachigkeit, zur Entwicklung von Leser- und Rechtschreibfähigkeiten sowie zu kognitiven Vorläuferkompetenzen des Schriftspracherwerbs.

00:02:03: Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Entwicklung und Evaluation von Fördermaßnahmen zur Stärkung sprachlicher Kompetenzen bei Kindern, sowohl im mündlichen wie auch im schriftlichen Bereich.

00:02:12: Und seit twenty-fünfundzwanzig arbeitet sie als Learning Scientist für einen deutschen Schulbuchverlag!

00:02:19: Ja ich freue mich sehr dass du da bist.

00:02:21: herzlich willkommen Astrid.

00:02:22: Danke dass ich hier sein darf.

00:02:24: Ja mich würde eingangs total interessieren was hat dich zu diesem Thema geführt?

00:02:28: oder wie bist du zu diesem thema gekommen?

00:02:30: Ja, das ist ja das Schöne in der Forschung.

00:02:32: Manchmal verfolgt man so ein Thema seien Forscherleben lang und manchmal finden einen die Themen.

00:02:37: Ich glaube bei mir war es nur ein Stück weit beides – die sprachliche Entwicklung.

00:02:42: Das war von Anfang an Teil meiner wissenschaftlichen Laufbahn.

00:02:47: Die Mehrsprachigkeit im Spezifischen hat mich ein Stück gefunden, weil man muss ja auch sagen, man braucht die Gelegenheiten um das erforschen zu können.

00:02:57: Und ich hatte einfach das Riesenglück dass ich als ich dann an den Uni Göttingen gekommen bin, hatte ich eine fantastische Studentin der in Muttersprache Arabisch war und ihr einen Zugang zur arabischen Community damit hatte Und da sind wir richtig eingestiegen in diese Erforschung der Mehrsprachigkeit.

00:03:17: Wie ist das unterschiedlich für arabisch-deutsch-spiellinguale Kinder und deutsch-bonolingualen Kinder, was z.B.

00:03:24: grammatikalische Fähigkeiten angeht?

00:03:27: Das ist gerade, was Arabisch-Deutsch angeht, super spannend weil die Sprachen so unterschiedlich funktionieren.

00:03:33: Und ja fantastische Studentinnen werden quasi ihr gesamtes Studienleben auch zusammengearbeitet und immer noch, obwohl sie jetzt abgeschlossen hat.

00:03:41: Und ja, dann finde ich das immer ganz toll wenn Studierende zu mir gekommen sind mit anderen sprachlichen Hintergründen und wir das dann einfach auch für die Forschung ganz toll nutzen konnten.

00:03:52: Weil das ist ja immer... Wenn wir in der Forschung unterwegs sind und die Sprache nicht selber sprechen, dann fehlt uns einfach ein Stück weit Das Verständnis für die Sprachen, für die Kultur.

00:04:01: und wenn wir da diese Brücken haben, dass es gold wert um da einsteigen zu können, das gut verstehen zu können.

00:04:08: Totales Geschenk.

00:04:09: und ich höre auch raus über die Beziehung, also nicht nur auf dem sprachwissenschaftlichen Kontext wie funktioniert der Sprach was passiert da, sondern auch vermutlich so wie ich es gerade raushöre aus den vielleicht biografischen Erfahrungen.

00:04:25: auch die Studierenden teilen, wie es ihnen auch ergangen ist?

00:04:29: Unbedingt.

00:04:30: Also die Studentin, von der ich gerade gesprungen habe, Fahrer fahre, wir haben auch mittlerweile zusammen publiziert sie kommt aus dem Libanon und ist jetzt auch wieder in den Libanons zurückgegangen mit allem was dazu gehört.

00:04:42: ja also da herrscht gerade Krieg.

00:04:45: Und wenn ich dann daran zurück erinnere Sie war in den Sommerferien vor paar Jahren im Libanone hat für uns nur Daten erhoben.

00:04:52: Ja Mit Kindern im Libanan wo jetzt Krieg herrschen Das bewegt natürlich, das gibt uns auch noch mal ein ganz anderes Verständnis dafür.

00:05:01: Was das bedeutet?

00:05:02: Was für die Bildung dort bedeutet einfach diesen Kontakt nochmal so nahe zu haben und was du gerade sagst auch die Dankbarkeit dass eben erfahren zu dürfen obwohl diese Bedingungen so schlimm sind.

00:05:17: Ja tiefes Durchatmen an der Stelle glaube ich das ist ja auch einiges.

00:05:21: also Naja, in ähnlicher Form was Fachkräften begegnet.

00:05:25: Wir sind mit verschiedenen Familienkulturen in Kontakt ja schon immer.

00:05:30: dann gibt es mal wieder Phasen so wie ich diese Rückmeldung spüre wo's wieder stärker ist mehr zunimmt auch zum Teil herausfordert, weil Fachkräfte dann verunsichert sind.

00:05:41: Wie gehe ich denn damit um?

00:05:43: Sprache ist der Schlüssel – das wissen wir irgendwie!

00:05:45: Eine Sprache isst der Schlüsse zur Welt und er kann Fenster öffnen und gleichzeitig kann er aber auch so ein paar Mauern also nehme Ichsöwter-Wahrrichten.

00:05:53: und heute in der Folge wollen wir uns ja bisschen damit beschäftigen und darüber sprechen wie kann es vielleicht ein bisschen leichter gelingen, wie kann der Zugang erleichtert werden?

00:06:04: Ja, wenn wir da den Bogen spannen und aufs Vorlesen schauen.

00:06:09: Und vielleicht später lasst uns unbedingt auch nochmal gerade noch mal implizit auf das mehrsprachige Vorlesenschauen was uns da möglichen kann.

00:06:18: Aber vielleicht startet mir mal mit der Frage, wenn es jetzt ums Vorlesen oder die Bilderbuchbetrachtung bei Kindern geht?

00:06:25: Wie können wir das nutzen um uns... anzunehren.

00:06:30: Ich finde wir sind schon so auch ein Beziehungsmoment, also ich finde das sind ja auch so vielleicht schön erlebte Momente aber auch herausfordernd erlebten Momente.

00:06:39: Ja erste Frage was bringt Vorlesen den Kindern?

00:06:41: Warum ist es wichtig?

00:06:43: Okay ja also vorlesen prinzipiell ist natürlich wie du grad sagst schon eine Beziehungssituation aber es ist auch ne sehr alltagsnahe Form der Sprachförderung.

00:06:55: Was wird gebracht?

00:06:56: Ich würde gern was vorlesen und daran können wir glaube ich ganz gut ja auch nachvollziehen, was sich damit meiner als alltagsnahe Form der Sprachförderung.

00:07:08: Also pass auf!

00:07:08: Ich habe hier ein Buch, wenn kleine Hasen Picnic machen vielleicht kennst du das?

00:07:13: Ich finde es ganz fantastisch.

00:07:14: Wir haben dasselbe viel vorgelesen von Katja Reide an Franziska Harvey Und ich lese mal rein Ja da geht's hier los.

00:07:22: Juhu die Sonne scheint.

00:07:24: Papa-Hase, Mama-HASE, Hoppelhase und Hasemaus mit Schnuffelhase wollen Picknicken gehen.

00:07:30: Eins zwei drei vier schon stehen alle an der Tür.

00:07:35: Seid ihr fertig fragt Papa-hase.

00:07:38: Mama-hasse nickt.

00:07:40: Hoppelhaße nickt.

00:07:42: Hase Maus nickt Ups da fällt Mama-Haase noch etwas ein.

00:07:48: Ich weiß nicht ob das hier üblich ist in deinem Podcast aber ich gebe einfach mal die Frage an dich zurück was aufgefallen, was vielleicht anders ist als wie wir sonst mit Kindern sprechen.

00:08:00: Also der Klang ist natürlich ein anderer?

00:08:05: Was mir auch direkt einfällt ist ich glaube wenn wir mit Kindern sprechen im Alltag nutzen wir viel auch ansprachen.

00:08:14: Viel tut das?

00:08:16: Lass das.

00:08:17: Ja,

00:08:18: unbedingt.

00:08:19: Ist auch wichtig!

00:08:20: Ja ist auch wichtig.

00:08:21: aber lehts jetzt zum Sprechen ein.

00:08:23: verbinden wir uns dann mit den Kindern.

00:08:28: Also ich wollte hier insbesondere auf diesen Klang raus.

00:08:31: ja wir haben hier diese Reime laute Wiederholungen.

00:08:35: Eins zwei drei vier schon stehen alle an der Tür.

00:08:39: Das ist ja eingängig.

00:08:40: das ist auch was vielleicht über das Buch hinaus immer wieder einzugend in das Sprechen dann finden kann.

00:08:48: Also zumindest aus unserer Erfahrung, meine Kinder sind jetzt groß.

00:08:53: Ende der Grundschulzeit anfangen weiterführende Schule auch dieser Satz kommt immer noch manchmal bei uns im Alltag vor.

00:09:00: und solche lauter Wiederholungen, Reime – das kann etwas fördern was ganz wichtig für die sprachliche Entwicklung ist für das spätere Lesen lernen ist, nämlich die phonologische Bewusstheit.

00:09:13: Das ist unsere Fähigkeit laute erkennen und unterscheiden zu können – und das brauchen wir ganz fundamental ja um Wörter unterscheidend zu können, um dann auch beim Lesen, beim Rechtschreiben die Entscheidungen treffen zu können.

00:09:24: Um welches Wort handelt sich?

00:09:26: Wie muss

00:09:26: ich es verschriftlichen?

00:09:29: Dafür kann es einfach hilfreich sein, so ein Buch zu nehmen.

00:09:33: Was so einen tollen Klang hat, wo die Kinder das eben auf so eine schön schöne Geschichte verpackt erleben dürfen.

00:09:40: Ich habe noch ein zweites Buch

00:09:41: mitgebracht.

00:09:42: Wir zwei gehören zusammen von Michael Engler und ich bin nicht ganz sicher wie man sie ausspricht.

00:09:47: Joel Thor-Lonés ist meine eigene Mehrsprechkeit nicht ausgeprägt genug, das ganz sicher zu können.

00:09:54: aber nur ein ganz kleiner Ausschnitt hier Es war ein warmer Frühlingsmorgen.

00:09:59: Der Hase zog seine erste eigene Möhre über die Wiese, als er den Igel entdeckte.

00:10:05: Und hier merkst du vielleicht ist nochmal ein bisschen anders, ein bisschen sprachlich anspruchsvoller und das ist eben auch eine ganz wichtige Komponente, die wir wenn wir vorlesen mit den Kindern teilen können nämlich komplexere Sätze seltenere Wörter.

00:10:24: zum Beispiel Frühlingsmorgen kommt jetzt hier in diesem Buch vor ja oder eben diese Nebensatzkonstruktion.

00:10:32: Wenn wir mit Kindern sprechen, dann nutzen wir vielleicht ein bisschen andere Satzkonstruktionen auch das Präteritum in dem jetzt hier dieses Buch geschrieben ist.

00:10:40: Das ist ganz typisch für die Schriftsprache und ein ganz wichtiger Einstieg damit.

00:10:45: auch in der Schrift Sprache werden wir das in der Alltagssprache ja so gut wie nie verwenden Oder wenn dann mal eine Geniktivkonstruktion vorkommt, dann haben wir zum Beispiel auch die Brücke vielleicht schon zur Bildungssprache geschlagen.

00:11:00: Und das sind so Aspekte, die Bücher bringen, die eben dann die sprachliche Welt der Kinder auch bereichern können und deswegen haben sie eben so viel Potenzial des sprachlichen Angebots was wir ihnen geben oder die sprACHliche Welt in der Sie leben anzureichern.

00:11:21: Ich glaube, warum ihr auch besonders gerade erst mich gefragt hast.

00:11:24: Was fällt mir auf?

00:11:25: Ich nochmal auf dieses Tutas und diese Ansprachen zurückkramm ist eben genau dieser Sing-Sang und diese Atmosphäre die wir gegebenenfalls nicht immer aber gegebenen falls in diesen Situation schaffen um auch wieder die Brücke zu schlagen zu unserem Eingang zur Beziehung.

00:11:41: also Momente indem wir uns entscheiden Jetzt lesen wir vor und wir halten irgendwie auch ein bisschen mehr inne, würde ich meine.

00:11:49: Wir entschleunigen ein Stück weit und sind bestenfalls auch präsent für diesen Moment mit dem Kind oder den Kindern die uns umgeben.

00:11:57: Und daran anknüpfen genau vielleicht auch zu schauen was machen für dich denn gute Vorlesesituation aus?

00:12:07: Da hast du gerade was ganz Wichtiges schon gesagt, diese Beziehung.

00:12:11: Ich würde vor allem sagen gute Vorlese-Situationen machen Spaß und zwar allen!

00:12:16: Und das ist ganz wichtig ja?

00:12:18: Das ist nicht nur etwas, was ich für das Kind tue sondern was mir im besten Fall auch richtig Spaß macht, was für mich eine schöne Situation ist Weil einerseits Kinder sind da auch sensibel, die spüren das sicherlich.

00:12:33: Ob wir da mit Herzen dabei sind, enthossiastisch dabei sind oder ein bisschen genervt.

00:12:39: Das Buch schon wieder vorlesen.

00:12:41: und andererseits können wir natürlich wenn wir selber eine Situation haben, die uns Spaß macht wie hat dafür sorgen dass wir es vielleicht häufiger machen weil wir gerne in die Situation gehen und damit dann eben auch die tollen Wirkmechanismen die das Vorlesen haben kann häufiger ansteuern können.

00:12:59: Was kann dazu beibringen, dass es uns Spaß macht?

00:13:02: Ja da würde ich sagen könnte man verschiedenes auch einfach mal ausprobieren.

00:13:06: das kann ja unterschiedlich sein.

00:13:08: weißt du zum Beispiel könnte man gucken wie kann ich eine angenehme Atmosphäre gestalten haben wir eine gemütliche Leserecke, die wir uns vielleicht auch nochmal gemeinsam für diese Situation einrichten.

00:13:21: Wichtig ist natürlich auch wenig Abklenkung.

00:13:23: wenn ständig jemand reinklatzt und naja irgendwas von mir möchte dann ist es natürlich auch schwierig die Atmosphäre aufrecht zu erhalten.

00:13:31: das heißt es wäre gut zu schauen Jetzt ein Zeitpunkt, wo ich auch Zeit und Ruhe habe.

00:13:36: Kleine Gruppen helfen natürlich das nicht zu viel Gewusel entsteht.

00:13:41: Und ein ganz wichtiger Punkt den ich mitgeben möchte Das ist sowas Belohnung oder Lob.

00:13:48: Also wenn ich mir das zum Beispiel in einer Kita vorstelle Dann kann man sich ja auch mal gegenseitig beobachten als Fachkräfte und mal darauf schauen, wie reagieren die Kinder.

00:14:01: oder was gefällt mir denn besonders daran?

00:14:03: Was meine Kollegin, mein Kollege hier gerade macht.

00:14:06: Und sich da auch mal die zwanzig Sekunden Zeit nehmen das zurückzumelden weißt du weil das hilft ja ungemein auch zu verstehen Was hat das für Auswirkungen, was ich vielleicht in der Situation war?

00:14:18: Ich bin auf ganz viele andere Sachen konzentriert.

00:14:21: Bin gar nicht alles wahrnehmen kann.

00:14:23: und wenn mir das von außen noch mal jemand sagt, kann das ganz viel helfen die Situation nochmal zu reflektieren und eben auch zu verstehen, was für einen tollen Einfluss man auf die Kinder hat, was man für eine schöne Situation fürs sie gestaltet hat.

00:14:40: Deswegen wäre mich dafür sich dann auch gegenseitig Ja, zu beobachten und Zeit für Lobzunehmen.

00:14:48: Und dann darf das natürlich auch selber machen.

00:14:51: unbedingt also dass man vielleicht nach der Situation selber mal in sich geht und sagt was ist mir gut gelungen?

00:14:57: Dass wir nicht... Wir sind ja in Deutschland manchmal so selbstkritisch da haben wir viel Übung drin.

00:15:04: aber vielleicht sollten wir auch ein bisschen üben zu reflektieren was wir gut gemacht haben und daran eben uns auch zu orientieren wie wir das weiter gestalten.

00:15:14: Also die Wertschätzung, ja.

00:15:15: Die Wertschätze für einander so'n kleines Feedback, ne?

00:15:18: So'n Kleines auch hast du gesehen, schau mal.

00:15:21: Blieb echt ganz lang bei dir und war ganz aufmerksam oder... Ja, wundervoll!

00:15:27: Und du sagst

00:15:27: eingangs

00:15:28: auch zu schauen wie macht es uns selber Spaß?

00:15:31: Wann geht das uns guter?

00:15:32: Ich denke dass ist auch eine ganz wichtige Frage, fühle ich mich gerade wohl als Fachkraft.

00:15:36: Manchmal machen wir's vielleicht auch Ach, ich kenne auch so vor diese Situation in so Ankerplätzen kurz vorm Rausgehen und zu Gruppen zu bündeln.

00:15:43: Damit nichts passiert?

00:15:44: Ich meine es sind dann vielleicht eher so Situationen wo wir jetzt noch mal so ein Mittel zum Zweck nutzen aber ganz besonders eben auch diese Momente zu etablieren.

00:15:52: Wo wir uns gemütlich machen, wo wir uns schön machen.

00:15:54: Und du sagst das auch einig macht's vielleicht nicht so'n Spaß.

00:15:56: und jetzt lese ich schon wieder das gleiche Buch.

00:15:58: Und da denke ich auch schon wieder an die Sprachentwicklung von Kindern.

00:16:00: Die Kinder ist es mir egal.

00:16:02: Also manche gerade im Stimmten... Manche Kinder, die fordern ja das ein und selbe Buch immer und immer.

00:16:10: Und jetzt komme ich wieder auf diesen Punkt zurück, den du vorhin gesagt hast sprachliche Sätze, Sprachverständes.

00:16:15: Das was uns schon so klar ist, was in ihrem Kopf sich erst entwickelt bis sie auch Wörter verstehen und denken, was bedeutet das überhaupt?

00:16:22: Und da vielleicht noch anzusetzen... Jetzt haben wir Dialogisches Vorlesen auch genannt!

00:16:28: Was macht denn ... Unterschied aus, ich sage mal so vom klassischen.

00:16:32: Ich lese vor und ich nutze das dialogische Vorlesen was ja auch relativ gut oder beginnend noch vielleicht nicht ausreichend gut aber erforscht wird.

00:16:43: Was bringt uns das in der Sprachentwicklung?

00:16:46: Genau also das klassische Vor lesen.

00:16:48: da sind die Charakteristiker des abwachsenen Personen sitzt da vor einer Gruppe von Kindern oder vor allem Kind, aber es sind große Gruppen möglich und die Personen nicht den Text mehr- oder weniger durchgehend vor.

00:17:01: Und die Kinder hören hauptsächlich zu.

00:17:04: Es gibt wenig Austausch.

00:17:06: der Fokus liegt auf dem Text selbst.

00:17:09: Wenn wir jetzt das Dialogische Vorlesen betrachten dann wird vorlesen eher zu einem Gespräch ja?

00:17:15: Also die Erzieherin setzt Pulse, stellt Fragen, ermuntert die Kinder zur Rede beitragen hört selber aktiv zu und greift dann die Beiträge der Kinder auf.

00:17:28: Das heißt, die Kinder sind aktiv – sie erzählen die Geschichte mit oder übernehmen sogar Teile der Geschichte.

00:17:35: Und hier liegt dann der Fokus eher auf der Interaktion, die entsteht.

00:17:41: Wichtig ist dabei, dass funktioniert nicht so gut.

00:17:43: in großen Gruppen der Forschung sagt man, bis zu vier Kinder sind gut händelbar in so einer Situation.

00:17:51: Bei mehr wird es dann vielleicht besser das aufzuteilen damit eben die Kinder auch wirklich sprechen können.

00:17:59: ja also Wenn wir jetzt einen Buch nehmen, wie wir uns gerade schon betrachtet haben.

00:18:03: Dann wäre jetzt beispielsweise hier zwei Gehirn zusammen.

00:18:07: Ich würde in der klassischen Vorlesesituation einfach da durchgehen und die Geschichte erzählen, dass Kinder sitzen neben mir, gucken sich die Bilder an, hören mir zu... Während eben in der dialogischen Situation würde ich vielleicht erst mal das Cover gemeinsam betrachten mit den Kindern und noch gar nicht anfangen, aber ihnen schon ganz viele Fragen stellen.

00:18:32: Was siehst du denn hier?

00:18:33: Auf der Vorderseite sind ein Hasen, eine Igel und eine Mürche abgebildet.

00:18:38: Das können wir erst mal benennen.

00:18:39: Dann könnten wir Vermutungen anstellen worum es in der Geschichte geht was da wohl passieren könnte.

00:18:45: Hast Du auch schonmal einen Igel gesehen?

00:18:47: bei euch lebt ein Igel im Garten.

00:18:49: das ist ja toll.

00:18:50: Ja dann kann man den Lebensweltbezug der Kinder herstellen und wofür das auch ganz gut geeignet ist.

00:18:59: Kinder bieten uns dann bestimmt einige Sachen an und wir können das nutzen, um ganz sanft natürlich zu korrigieren.

00:19:07: Zum Beispiel kann das Kind mir sagen der Hase esst eine Möhre und ich kann so ein bisschen korrigierend das Richtige... Werbeeinsätzen, der Hase frisst eine Möhre beispielsweise.

00:19:19: Dass das in einer natürlichen Situation hier aufgegriffen wird kann die Sätze dann erweitern und wir können eben gemeinsam die Geschichte erzählen dass es so dieses Haupt Anliegen im dialogischen Vorlesen und ganz wichtig ist dabei, dass sich alle aktiv beteiligen.

00:19:40: Dass die Kinder kontinuentes Feedback bekommen, das heißt sofortig und passend auf ihre Äußerungen.

00:19:48: Sie sagen etwas und sie kriegen sofort ... wird das eingeordnet oder aufgegriffen, erweitert.

00:19:55: Und ganz wichtig ist eben dieser gemeinsame Fokus auf etwas, dass ich nicht mit den Gedanken irgendwo anders bin und das Kind noch woanders ist sondern dass wir beide auf dieses Buch gucken.

00:20:09: Da ist so eine Lust, einer Sprache.

00:20:11: Vokabeln werden sich dadurch intensivieren... Ich habe nicht das Gefühl ich mache einen Fehler, sondern du sagst ja ganz

00:20:17: klar,

00:20:18: dass es so miteinander ich wiederhole ohne dass das Kind das überhaupt erspürt.

00:20:23: Also es hört's aber spürt nicht.

00:20:24: Ah!

00:20:25: Ich korrigiere dich jetzt, sondern hinst du ich wiederhohle und bringe noch mal meine Worte?

00:20:30: Genau, das ist ein aktives Zuhören was auch dem Kind spiegelt, ich hab dir zugehört.

00:20:36: Mir ist das wichtig was du gesagt hast, ich greif das

00:20:40: auf.".

00:20:40: Das ist ja auch bei Erwachsenen so ne?

00:20:43: Wenn wir Dinge wiederholen dass es uns noch mal spiegeln, dass wir beieinander sind und ja... Dass uns die Themen wichtig sind!

00:20:51: Und wir dadurch vermutlich auch relativ leicht einen Zugang bekommen auch zu den Themen der Kinder, was sie dann abschweifen wovon Sie vielleicht erzählen Die Forschung.

00:21:06: Ja, wir sind da ja... Ich weiß nicht wie tief du da drinsteckst aber wir sind ja da so ein bisschen auch auf Spurensuche.

00:21:11: was ist nun am besten für unsere Kinder damit sie möglichst fit mit der Umgebungssprache Deutsch in die Schule starten?

00:21:21: und das Dialogisch vorlesen wird daher doch immer noch mal ein bisschen hervorgehoben obwohl ich eingangs ja sage dass gibt viel Forschungen und doch irgendwie ist mein Eindruck haben doch nicht so ganz das Licht erhält und wissen noch nicht hundert Prozent, ja so machen wir es.

00:21:35: Du hattest auch beim Dialogischen Vorlesen oder beim Vorlesengenerell ja auch nochmal phonologische Bewusstheit angesprochen.

00:21:41: Wir haben gerade kurz über Vokabeln gesprochen und so.

00:21:44: Ja wenn wir das ein bisschen einordnen wie siehst du grad die Forschungslandschaft?

00:21:47: Was sagt sie uns in dem Kontext?

00:21:50: Es ist eine schwierige Frage, aber es gibt ja eine Reihe von Metastudien dazu.

00:21:56: Metastudenten – nur um das kurz einzuordnen bedeutet dass wir immer wieder Forschende die Untersuchungen dazu anstellen, die Studien dazu publizieren wie Dialogisches Vorlesen oder Vorleseneilgemein wirkt im Vergleich zu Nichtvorlesen, oder im Vergleich zur Theatergruppe oder eine Musikgruppe.

00:22:20: Und in einer Metastudie würde man dann all diese Erkenntnisse, diese Studien die veröffentlicht sind einmal zusammennehmen und wir können das dann statistisch analysieren was so der mittlere Effekt ist über diese Studien hinweg.

00:22:35: Und wenn wir das machen, dann sehen wir, dass Vorlesen und Dialogischesvorlesen kleinere bis mittlere Effekte auf die Sprachentwicklung hat.

00:22:45: Das bedeutet so ein kleiner Effekt... ...das ist ein Effekt, den können wir statistisch zeigen.

00:22:50: Der ist aber nicht besonders bemerkbar am Alltag weil er so klein ist.

00:22:55: Also es gibt ihn aber erst so klein wie im Alltag kaum bemerken würden.

00:23:00: Ein mittlerer Effekt, da würden wir einen kleinen oder ja ein kleiner Unterschied merken auch wenn es jetzt mittlere Effekt heißt.

00:23:08: aber in dem Spektrum bewegen also im Rahmen bewegen wir uns hier bei den Effekten allerdings nur oder besonders.

00:23:17: wenn wir das Vorlesen mit einer Bedingung vergleichen wo nicht vorgelesen wird dann sehen wir ist es besser vorzulesen als ich sage mal der normale Alltag.

00:23:30: Wenn wir allerdings eine aktive Kontrollgruppe nennen, wir das vergleichen also dass die Kinder einfach was anderes machen wo sie auch aktiv sind, wo Sie vielleicht auch sprechen dann sehen wir eigentlich kaum noch Effekte des Vorlesens und das ist ne ganz auf die Sprachentwicklung.

00:23:49: Das ist ganz wichtig zu verstehen.

00:23:51: beziehungsweise das erklärt auch nochmal was da eigentlich passiert beim Vorlesen Nämlich, dass wir sprechen oder dass wir Sprache verarbeiten.

00:23:59: Und das kann natürlich auf ganz unterschiedliche Art und Weisen passieren im Alltag.

00:24:05: Das kann auch mit einem Sprachwörterprogramm passieren.

00:24:09: Es kann in einer Mathegruppe passieren beispielsweise.

00:24:15: Auch da würden wir dann mit den Kindern interagieren und sprechen.

00:24:19: Aber es unterstreicht eben, wie wichtig es ist mit den Kindern zu interagieren und zu sprechen.

00:24:25: Und das ist immer hilfreiches wenn wir das tun im Vergleich zu einfach nur den Alltag leben ja?

00:24:32: Und ganz wichtig ist mir auch zu betonen selbst wenn es kleine Effekte sind die wir jetzt im Alltag noch gar nicht so spüren würden ist es gerade bei der Sprachentwicklung trotzdem sehr wertvoll weil das ja so kaskadenartig immer wieder sich dann auf die weitere Sprachentwicklung auswirkt.

00:24:52: Damit meine ich, dass selbst wenn die Kinder ein kleines bisschen besser sind wird ihnen das in späteren Sprachsituationen wieder einen kleinen Vorteil geben und wieder einen Kleinforteil geben.

00:25:01: Und damit kann aus einem kleinen Vorteile über die Zeit eben doch ein größerer Vorteil werden.

00:25:07: Deswegen sollten wir das nicht unterschätzen auch wenn da erstmal nur kleiner Effekt steht in den Studienarbeiten.

00:25:14: Wenn wir dann nicht nur auf die Sprachentwicklung allgemein gucken, sondern auch ganz spezifische sprachliche Fähigkeiten, dann sehen wir auch dass der Wortschatz ganz explizit angesprochen wird und sich verbessern kann durch das Dialogische Vorlesen und ganz wichtig die orthografischen Kenntnisse.

00:25:32: Darauf kommt man jetzt vielleicht gar nicht in erster Linie weil wir lesen ja den Kindern vor aber die Kinder schauen mit uns ins Buch und die sehen dann schon mal Buchstaben.

00:25:43: Und wir wissen dann zum Beispiel aus Forschungsarbeiten, dass sie dadurch schon einmal das Bild von Sprache kennenlernen auch das Interesse an Schriftsprache entwickeln.

00:25:54: Unser Beispiel können Kinder, denen mehr vorgelesen wird, die können besser Buchstabend von Nichtbuchstaben unterscheiden.

00:26:01: beispielsweise zeigt man ihn dann ein P, einen A und einen F. Und ein Prozentzeichen und ein Dollarzeichen, Paragrafzeichen was eben keine Buchstaben sind aber eben trotzdem Zeichen ja.

00:26:15: Und ihnen gelingt es dann besser diese Unterscheidung zu treffen was in Buchstabe ist oder nicht?

00:26:20: Das ist einfach auch eine Vorläuferkompetenz für das spätere Lesen- und Schreibenlernen.

00:26:27: Also auch auf der Ebene können wir die Kinder unterstützen und allgemein wissen wir, dass es das Interesse von Kindern an Büchern, Ansprache oder Schriftsprache eben unterstützt.

00:26:40: Und vielleicht noch einen kleinen Ausblick?

00:26:45: oder eine Vertiefung.

00:26:46: Wir wissen auch, dass Kinder zum Beispiel mit Hörstörungen massiv von Vorlesen profitieren können und das ist mir einfach noch mal ganz wichtig mitzugeben weil wir ja vielleicht denken können Ja, Kinder mit Höhrstürungen, die hören das gar nicht richtig in manchen Situationen was wir in Vorlese oder haben es besonders anstrengend für sie.

00:27:07: aber auch da gibt es Studien Und in der S-III Leitlinie Sprachentwicklungsstörung, auf die wir zugreifen können, besteht eben auch explizit drin das Kinder mit Höherstörungen von Vorlesen profitieren.

00:27:21: Insbesondere im Alter von fünf bis neun Jahren und insbesondere im Bereich des Wortschatzes.

00:27:26: Also da würde ich einfach noch mal Mut machen, auch wenn man vielleicht denkt ja für die Kinder ist es sehr anstrengend oder vielleicht besonders schwierig Auch da lohnt es sich, eben eine schöne Vorlese-Situation zu generieren und sie mit einzubeziehen.

00:27:42: Ach Astrid ich bin ja gar total dankbar dass du das nochmal so aufgeschlüsselt hast und nicht einfach nur gesagt hast dir der Effekt ist so und man denkt okay bringt nichts.

00:27:50: ich gehe weiter Ich suche weiter nach der Studie die uns sagt Das verbringt uns jetzt die Veränderung Die wird's hier sogar nicht geben sondern wie Du gerade noch mal erläutert hast wie wir quasi wenn wir einen Ball ins Rollen bringen welche weiteren Bälle damit Man sieht angestoßen werden.

00:28:06: Das fand ich gerade so wertvoll, auch nochmal zu schauen.

00:28:09: Es gibt Unzählige nicht.

00:28:11: Wir können sie abbilden.

00:28:12: So viele sind es gar nicht.

00:28:13: Vorläuferfähigkeiten und da wurden dann vermutlich in diesen Studienjahren nicht explizit aufs Buchstabenwissen geschaut.

00:28:21: aber wie du es gerade beschrieben hast das war zum Beispiel für mich eine große Erkenntnis jetzt auch in meinen letzten Forschungsjahren welche große Tragweite die Buchstabenkenntnis von jungen Kindern für die schulische Entwicklung hat.

00:28:34: Weil ich bin ehrlich gesagt noch so in Anführungsstrichen groß geworden, dass ja das Lernste an der Schule ist, es hat noch Zeit ne?

00:28:42: Langen waren sie sich dann später.

00:28:43: also wir haben eher zum Teil auch so eine Mythen noch im Kopf.

00:28:46: und was uns aber

00:28:48: Forschung

00:28:49: zeigt wie hilfreiches ist schon mit der Schriftsprache im Erstkontakt zu sein und wie sich das auch auf die Lesekompetenzen bis ans Ende der Großschulzeit noch verändert.

00:29:01: Und das sind ja alles so kleine Gugeln, kleine Bälle die wir in Bewegung bringen und dessen wir uns in dem Moment vielleicht gar nicht bewusst sind.

00:29:10: und da komme ich auch gerne nochmal auf dein Feedback also wie wertvoll es ist was wir da diesen Momenten teilen und die Zeit die wir uns nehmen was dass für eine Auswirkungen haben kann.

00:29:20: Ja das stimmt.

00:29:20: Ich glaube das ist auch wichtig sich immer mal wieder vor Augen zu führen.

00:29:25: Wir spüren das ja in der Situation gar nicht, dass das Kind jetzt ein neues Wort gelernt hat oder lauter auf einmal besser unterscheiden kann.

00:29:33: Aber wir wissen eben aus Forschungsarbeiten, dass es hilft und wenn wir uns das einfach immer mal wieder vor Augen führen, können uns das natürlich auch nochmal stärken ins unsere Arbeit, in unserer Reflexion, in unserem Selbstverständnis – warum wir das machen?

00:29:55: Ich würde total gerne noch mal auf den Eingang unseres Gesprächs zurückkommen.

00:29:58: Du hattest von einer Mitstudentin, die jetzt auch eine Kollegin von dir geworden ist erzählt?

00:30:03: Wir haben über Kurz-, Übermehrsprachigkeit eingestiegen und ich habe dann umgelenkt.

00:30:07: erstmal so zum klassischen Vorlesen.

00:30:08: Was ist das überhaupt?

00:30:10: Und wir sind jetzt gar nicht mehr auf die verschiedene Sprachen eingegangen.

00:30:13: Ich weiß, dass im Alltag die Umgebungssprache natürlich eine total große Rolle spielt und das wir uns wünschen, dass Kinder möglichst gestärkt in der Umgebungssprache meist Deutsch, ich sag mal Kompetenzen erwerben um dann oder dass wir uns als Fachkräfte sind sicher für uns sagen so kann ich sie guten Gewissens auch an die Grundschulen übergeben.

00:30:34: Aber die Mehrsprachigkeit hier ist da und bleibt.

00:30:37: Und wir wissen ja auch, wie sich das Vokabular auf Sprachen verteilt, dass beispielsweise Kinder die mehrere Sprachen lernen.

00:30:47: Selbstverständlich auch ein unterschiedliches Vokabular in den einzelnen Sprachen haben.

00:30:52: Und wir wissen aus der Forschung, dass sich diese Effekte aber auch übertragen.

00:30:56: Also das was ich in einer Sprache korrigiere mich gerne, aber an Fähigkeiten erlangt habe und Vorläuferkompetenzen, da ich das Roslingoistisch auf die andere übertrage kann.

00:31:06: Es sind also ganz viele Kompetencen, die einen Kind mitbringt.

00:31:09: Welches vielleicht auch in einer Vorlesesituation oder einer Kreis-Situation sitzt was selbst?

00:31:14: vielleicht noch gar nicht, so teilert und spricht.

00:31:16: Ja wenn wir das jetzt nochmal auf unsere Vorlese-Situation aber anschauen, das fand ich sehr interessant in deinem Kita-Fachtext den verlinken wir auf jeden Fall auch oder eurem ja in den Show Notes.

00:31:26: was macht die Familiensprache beim Vorlesen?

00:31:28: Also ich bin jetzt deutsche Fachkräft Ich spreche vielleicht nur Deutsch und nicht die Muttersprache des Kindes.

00:31:34: Aber wie kann ich vielleicht auch das mit diesem Wissen immer mit in den Alltag transportieren?

00:31:38: Was fällt dir dazu ein?

00:31:39: Es waren jetzt auch wieder viele Punkte die ich gesagt habe.

00:31:42: Genau, warum spielt die Familie Sprache überhaupt so eine wichtige Rolle?

00:31:47: Du hast schon ganz viel ganz Wichtiges gesagt.

00:31:51: Wenn wir an Sprache denken dann sollte das keine Entweder oder sein weil... Das können die Kinder ja gar nicht abschalten, die eine Sprache.

00:32:00: Sondern es ist eben ein Sowohl als auch...

00:32:03: Ganz wichtig!

00:32:03: Entschuldigung, dass ich dich da unterbreche aber eben Sie können sie nicht abscheiden.

00:32:06: das ist so wichtig.

00:32:07: was uns vielleicht im Alltag sogar nicht klar ist Aber dass wirklich diese Sprachen immer irgendwie angeschaltet werden.

00:32:13: Kinder oder Menschen die verschiedene Sprachen sprechen

00:32:16: Die

00:32:16: aktivieren automatisch mehrere Sprachsysteme.

00:32:19: wie anstrengend das

00:32:20: sein muss.

00:32:21: Es ist anstrengend.

00:32:22: Das wissen wir auch aus der Forschung, dass es eben eine große kognitive Anstrengung für die Kinder ist.

00:32:29: aber sie trainieren dadurch natürlich auch ganz wichtige Fähigkeiten wie zum Beispiel irrelevante Reizeausplänzen in einer Situation.

00:32:37: oder Sie trainieren eben zu wechseln zwischen verschiedenen Sprachen was dann so wechselt in anderen Situationen vielleicht erleichtern kann.

00:32:47: Aber sie brauchen mehr Zeit dafür weil Schwierig ist, gerade jüngere Kinder.

00:32:53: Da ist eben die Gehirnentwicklung... Wir kennen es ja sowieso von kleinen Kindern, dass dadurch das Gehirnen noch nicht so weit entwickelt ist, dauert alles ein bisschen länger.

00:33:03: Wir sprechen da von der Mühlinisierung, die dann erst später einsetzt im Gehirnt, sodass dann Signale schneller übertragen werden kann.

00:33:10: und wenn eine wichtige oder schwierige Aufgabe von dem Kind bewältigt werden muss, da dauert das halt ein bisschen länger.

00:33:17: Deswegen ist es auch gut den Kindern Zeit zu geben bis sie antworten ja wir können auch einfach mal warten und dann eine kleine Pause machen und das Kind überlegen lassen.

00:33:27: Worauf ich auch ganz gerne nochmal eingehen möchte ist eben dieser Wert der Erstsprache die wir lernen.

00:33:34: Man kann mehrere Sprachen als Erstsprache lernen, wenn man beispielsweise mit zwei unterschiedlich sprachlichen Älterteilen kommuniziert.

00:33:44: Aber trotzdem ist der Erwerb einer Erstsprach oder mehrere Erstsprachen ganz entscheidend für ein Kind.

00:33:51: und ich habe

00:33:52: mal

00:33:53: oder ich möchte gerne von einer Studie berichten die das finde ich total spannend illustriert weil es hier um eine erstesprache geht an die wir manchmal gar nicht denken Nämlich die Gebärdensprache.

00:34:06: Und das ist auch eine Sprache, ja?

00:34:08: Das ist ganz wichtig zu sagen.

00:34:09: Auch die Gebärtensprache ist eine Sprach mit der man aufwachsen kann als Erstsprache und wir wissen dass Taube Eltern, die beispielsweise untereinander auch in Gebärdensprachen kommunizieren und deren Erstsprachet das ist, mit ihren Kindern besser kommunizierend können wenn sie mit dem Kind auch ein Gebärdsprach komponenzieren.

00:34:28: Sie haben realistische Erwartungen an das Kind und eine bessere Eltern-Kind Interaktion.

00:34:33: Und jetzt ganz, ganz wichtig für die weitere Sprachentwicklung hat man auch untersucht wenn das Kind mit Gebärdensprache aufwächst vergleichen zu ein Kind mit einer Lautsprache aufwechst.

00:34:46: Wenn es eben eine eingeschränkte Hörfähigkeit hat.

00:34:51: und da hat man herausgefunden Es ist eigentlich egal mit welcher Sprache das Kind aufwächst, wenn es eine eingeschränkte Hörfähigkeit hat.

00:35:01: Solange er eine sehr gute Exposition mit der Sprache hatte – damit meinen wir, das hat ganz viel Sprachkontakt gehabt und hat die Sprache vollständig erlernt!

00:35:13: Dann wird diese Sprachen gut lernen und kann dann später auch andere Sprachen besser lernen.

00:35:20: Und das ist ganz, ganz wichtig!

00:35:22: Diese frühe Spracherfahrung wirkt sich auf die früheren Gehirnentwicklung aus und die Gehirnentwicklung ist ernsthaft beeinträchtigt wenn die Sprache in der frühen Kindheit nicht erlebt wird.

00:35:37: Und daraus können wir eben auch für andere Spraches ganz viel lernen dass es eben so unglaublich wichtig ist eine Sprache vollständig zu erwerben.

00:35:47: Wir können uns das bestimmt gut vorstellen, wenn wir einfach mal darüber nachdenken wie wichtig Zeitformen sind um zum Beispiel über unsere Welt nachzudenken gestern heute morgen.

00:35:58: Wir wissen wie unglaublich schwer diese Konzepte für Kinder sind.

00:36:01: was bedeutet den Morgen und was bedeutet in einer Woche oder einem Jahr?

00:36:05: Und da spielt Sprache natürlich eine ganz große Rolle um diese Konzepte verstehen zu können.

00:36:12: Und da spielen dann auch Zeitformen wie Futur oder Präteritum perfekt und so weiter eine ganz große Rolle, das einordnen zu können.

00:36:21: Wenn ich ganz, ganz viele Erfahrungen mit solchen Situationen mache, wo etwas in der Zukunft liegt oder in der Vergangenheit war und wie ich das ausdrücken kann – wenn ich das nicht erfahre, dann wird mein Denken davon beeinflusst sein weil ich eben nicht genug Situation hatte, indem erleben konnte, was es bedeutet Vergangenheit, Zukunft und so weiter.

00:36:46: Und ganz wichtig ist dann eben wenn ich das in meiner Erstsprache nicht erworben habe, ist das eine große Herausforderung das in der Zweitsprache verstehen zu können?

00:36:56: Manchmal ist das so.

00:36:57: ne weil manche Sprachen zur Zeitform haben wir nun alle aber manche Formen gibt es einfach nicht in manchen Sprachen.

00:37:03: zum Beispiel gibt es in manchensprachen mehr oder weniger Fälle wenn wir darüber nachdenken, zum Beispiel der Applative im Latein.

00:37:15: Das ist für uns besonders schwierig.

00:37:18: da brauchen wir länger um das zu verstehen und richtig anwenden zu können

00:37:23: als

00:37:23: wenn.

00:37:24: ich weiß ja im Plural da hänge ich hinten was an und dann is es der Plural.

00:37:29: Und ich kann's mir übertragen ne?

00:37:31: Ich kanns mir auf dass was ich auf meinen Grunds... Ah, das ist jetzt spannend!

00:37:35: Genau und wir wissen beispielsweise, ich habe ja vorhin vom Arabischen erzählt.

00:37:39: Ich spreche selber nicht arabisch aber ich hab durch die Forschung ein bisschen was über das arabische lernen dürfen und das arabisch ist deswegen so spannend und anders von unserer Sprache.

00:37:50: beispielsweise weil im arabischen nicht nur zum Beispiel von einem Stamm zb Buch vorne oder hinten etwas angehangen wird also wir würden zum beispiel Bilderbuch sagen oder Bücher, sondern im Arabischen kann es sein.

00:38:08: Oder ist es typisch dass diese Wurzel dieser Stamm des Wortes aufgebrochen wird und dann da noch was reingesetzt wird?

00:38:17: Also der Stamm im arabischen bei Buch ist KTB also einfach nur drei Konsonanten und dann werden Vokale dazwischen gesetzt um.

00:38:26: dann heißt das zum Beispiel Bücher oder ich muss nachgucken genau

00:38:30: Klar, aber es ist für uns viel abstrakter weil wir uns das gar nicht vorstellen können.

00:38:34: und vielleicht haben jetzt auch alle so ein Beispiel im Kopf was in Sprachen ist.

00:38:38: In Spanischen zum Beispiel ist POR I PARA

00:38:40: für FÜR!

00:38:41: Ich

00:38:41: kriege immer eine Krise, weil ich überhaupt nicht weiß und ich rate und springe hin und her, weil sie dann für uns in der Sprache da keine Unterscheidung gibt.

00:38:47: Das heißt, ich muss es wirklich lernen.

00:38:50: Es ist gerade schön, es anzuwenden.

00:38:51: Das heisst die Bedeutung dieser Erstsprache wie wichtig die ist Vielleicht abschließend auch noch mal aufs Vorlesen übertragen, auch aus mehrsprachige Vorlese.

00:39:00: Was macht das?

00:39:01: Was können wir da

00:39:02: tun?".

00:39:03: Ja jetzt sage ich so abschliessend aber so einfach ist es ja leider gar nicht, dass aus mehr sprachig vorlesen zu übertragen.

00:39:09: Weil einerseits hier wissen schon einiges zum Vorlesent aus der Forschung und wir wissen auch viel zur Mehrsprachigkeit Aber wie genau wir mehr sprache ich vorlesenn Das ist etwas wo wir sagen müssen Da stehen wir eher am Anfang in der Forschungen.

00:39:24: Wir haben selber Projekte zu durchgeführt.

00:39:27: Da ist ja selber schon gesagt, du wirst den Artikel wo wir da darauf eingehen verlinken.

00:39:32: vielleicht nur ganz kurz Wir haben in diesem Projekt was wir ja Fröbel und der Stiftung Lesen zusammen durch geführt haben.

00:39:40: Da haben wir Kindergärten mit mehr sprachischem Vorlesematerial ausgestattet.

00:39:45: das waren ganz beliebte deutschsprachliche Bücher die dann eben in Sprachen die sehr viel die Erstsprache von Kindern sind, übersetzt wurden.

00:39:58: Also türkisch-arabisch-, russisch-, ukrainisch-, rumänisch usw.

00:40:04: Und diese Bücher wurden den Kitas gegeben und die Kitas haben dann auch Anregungen, Materialien bekommen was alles mit dem Büchern gemacht werden kann.

00:40:17: Die Kitas waren aufgefordert eine Ausleihe einzurichten, sodass die Eltern die Bücher mit nach Hause nehmen konnten.

00:40:26: Und die Idee war dann eben dass die Eltern zuhause in ihrer Familiensprache eine Geschichte lesen, auch in Deutsch gelesen wird.

00:40:36: Und dann können die Kinder das Nutzen, eben auch dieses Krossellinguale nutzen.

00:40:41: was ich zu Hause erlebt habe, was ich in der Kita erlebe und das war die Idee dahinter dass da eben die Sprachentwicklung nochmal besonders stärkt.

00:40:51: Ich sage besonders es war die idea dahinter.

00:40:53: Wir haben in unserer Forschung festgestellt, dass die Effekte so nicht eingetreten sind.

00:41:00: Wir hatten einen ganz schwachen Effekt auf eine grammatikalische Fähigkeit.

00:41:04: aber im Grunde muss man sagen... Eigentlich haben sich alle Kinder weiterentwickelt, egal in welcher Gruppe sie waren.

00:41:12: Wie viel Sie vorgelesen bekommen haben und so weiter.

00:41:14: Alle Kinder haben sich verbessert im Untersuchungszeitraum.

00:41:17: Und für uns ist das noch mal was ganz Wichtiges.

00:41:19: Wir haben dann auch mit den Erzieherinnen gesprochen und da nochmal tiefer an die Daten reingeguckt.

00:41:24: Und wir haben schon gesehen dass die Kitas sehr unterschiedlich das Projekt umgesetzt haben und dass sie sehr unterschiedliche Angaben gemacht haben wie viele Ressourcen sie jetzt dafür zur Verfügung hatten, wie viel Zeit aber auch wieviel Wissen sie da mitgebracht haben.

00:41:43: Das ist ja eine große Herausforderung so was zu managen und wir hatten dann Hinweis in den Daten dass das eine Rolle gespielt haben könnte.

00:41:52: und für uns ist nochmal ich sage jetzt mal als Haupterkenntnis mitnehmen konnten und auch teilen können, ist eben es reicht nicht die Materialien dazu haben anzubieten.

00:42:04: Ja?

00:42:04: Sondern es ist ganz wichtig zu gucken wie funktioniert das dann auch im Alltag.

00:42:09: Anektotisch haben wir mitgeteilt bekommen manche Eltern haben nicht ausgeliehen weil sie Angst hatten die Bücher gehen kaputt.

00:42:15: beispielsweise ja und solche Aspekte sind eben ganz wichtig dass man da gute Ideen entwickelt, aber eben auch so adaptiv Ideen entwickelt wie es dann doch funktionieren kann.

00:42:27: Weil das ja ganz unterschiedlich ist für jedes Elternteil, für jede Kita was da genau eine Rolle spielt.

00:42:34: und klar die Bücher sind sicherlich erst mal eine Grundvoraussetzung, dass dann mehrsprachig vorgelesen werden kann weil wenn ich als Familie gar keine Bücher zu Hause habe, die in meiner Muttersprache, meine Erstsprache geschrieben sind.

00:42:49: Dann fehlt dann natürlich Material.

00:42:51: aber es ist eben auch nicht allein nicht ausreichend das anzubieten sondern wir wissen zum Beispiel aus der Forschung dass es hilfreich sein kann die auch die Eltern dann nochmal explizit zur Schulen wie sie vorlesen können.

00:43:06: Wir konnten in der Studie nicht erfahren ob vielleicht die Eltern überhaupt Vorlesekompetenz haben oder nicht.

00:43:12: Das haben wir nicht mit erfasst gehabt, aber das kann ganz wichtiger Punkt sein.

00:43:16: ja was man vielleicht auch machen könnte ist die Eltern einladen in die Kita wenn sie das möchten dass sie mal in der Kita vorlesen.

00:43:24: das würde zum Beispiel dazu führen dass auch einsprachig deutschsprachig aufwachsende Kinder auch mal diese Erfahrungen machen können, wie klingt denn eine andere Sprache?

00:43:34: Wie klingt dann die Geschichte, die ich kenne auf Deutsch in einer anderen Sprache und auch das ist ja eine ganz spannende Erfahrung.

00:43:44: Auch die Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, sie sehen wie diese ihre Sprache wertgeschätzt wird.

00:43:50: Ja, das dachte

00:43:50: ich auch gerade nur und die anderen Kinder sind, oh was spricht er denn oder sieht er noch für eine Sprache?

00:43:55: Wow!

00:43:56: Das funktioniert

00:43:57: also.

00:43:58: Das ist ja auch für ein Kind gar nicht intuitiv verständlich, wie das funktioniert mit einer anderen Sprache.

00:44:06: Und so kann das erlebbar gemacht

00:44:08: werden.

00:44:09: Also es gibt verschiedene Materialien.

00:44:11: mittlerweile haben wir natürlich auch Möglichkeiten über KI zu übersetzen.

00:44:16: Da würde ich nur dazu raten, wirklich die Qualität noch mal zu prüfen.

00:44:20: Die kann sehr gut sein muss es aber nicht.

00:44:23: deswegen wäre schon gut wenn man die Möglichkeit hat das nochmal ein Muttersprachler beispielsweise erst nochmal mit gegenprüft und ansonsten kann man eben auch ganz unterschiedlich.

00:44:34: Wenn man zum Beispiel mit den Eltern ins Gespräch kommt, kann man oder mit den Kindern selber ins Gespräche kommen, dass man sie fragt ja was heißt ein Hase in deiner Sprache?

00:44:45: Was heißt denn Igel auf Türkisch?

00:44:48: und dann kann man das mit aufnehmen in die Vorlesesituationen und versuchen zu integrieren so dass das Kind eben auch diese Kinder diese Erfahrung dort mitmachen können.

00:45:00: Vielleicht noch, wenn man diese Möglichkeiten nicht hat mehrsprachliche Materialien zu erwerben dann könnten auch Alternativen sein beispielsweise über Bilder mit den Kindern ins Gespräch zu kommen.

00:45:13: Man kann zum Beispiel viele haben ja so einen Ich-Ordner in der Kita wo Fotos aus dem Alltag aber auch aus der Familie und so weiter gesammelt werden was man gemeinsam erlebt hat und auch da kann das beispielsweise ganz wertvoll sein den Kindern zu sprechen, vielleicht auch ein paar Notizen.

00:45:31: Wenn man das kann in der anderen Sprache oder wie das in der andere Sprache ausgesprochen wird mit... anzumerken, sodass man eben wichtige Wörter die für das Kind auch wichtig sind.

00:45:40: Ja vielleicht zuordnen kann wenn das Kind dann spricht dass man weiß ja jetzt hat es zum Beispiel von Hasen gesprochen mit da keine Ahnung kann ja das Haustier sein und kann dann beschriftet sein.

00:45:51: also so alltagsnahe Materialien Das kann auch ganz hilfreich sein.

00:45:56: Und grundsätzlich kann man vielleicht sagen Die Haltung ist eben auch ganz wichtig Wenn man sagt alle Sprachen sind grundsätzlich erst mal willkommen auch nicht wichtig, dass wir hier alles fehlerfrei machen.

00:46:08: Ich bin auch nicht fehlerfreie.

00:46:10: Mir passiert das immer wieder... Auch wenn meine Muttersprache Deutsch ist, dass ich mich irgendwie verhasst will oder mal das richtige Wort nicht finde und so.

00:46:20: Das ist doch normal!

00:46:21: Und das ist ja gerade im Sprechen überhaupt nicht schlimm, weil wenn wir interagieren darauf achten können, wurde ich gerade verstanden oder nicht?

00:46:29: Dann versuche es eben nochmal.

00:46:32: können wir diese Haltung, wenn wir die mit den Kindern teilen, dann entlastet das sicherlich alle Beteiligten auch und drückt eben das Wesentliche nochmal in den Fotogrund.

00:46:42: Dass wir aktiv miteinander sprechen, dass wir uns eine gemeinsame gute Zeit miteinander haben und das kann ja dann auch die Motivation für die Kinder noch mal ansteuern so dass sie dass so eine Sprachsituation nicht Angst behaftet ist oder Scham behaftet, sondern das ist was Gutes.

00:47:06: Ich kann einfach sprechen und ich werde verstanden und ich kann mitmachen, ich kann mich hier

00:47:12: einbringen.".

00:47:15: Ich gehe auch mit den Worten Wertschätzung und Beziehung noch aus der Folge.

00:47:19: Und Vorläuferfähigkeit, das wissen wir uns aber

00:47:22: auch hilft

00:47:22: um unsere Bedeutung dessen was wir tun nochmal einen Vordergrund zu holen.

00:47:30: Astrid spannend ich könnte noch eine Stunde mit dir weiter über dieses Thema sprechen.

00:47:35: locker wahrscheinlich weil es einfach so groß und so spannend ist.

00:47:38: Wir packen wichtige Links in die Show Notes Vielleicht auch noch mal von den Studien, die du erwähnt hast.

00:47:43: Also wenn ich da noch vertiefend umschauen möchte wie auch zum Fachtext das hinterlegen wir und ich danke dir von Herzen für deine Arbeit, für deinen Wirken, für diese Folge.

00:47:54: Vielen Dank dass

00:47:55: du da warst

00:47:56: sehr gerne

00:47:58: Und allen Zuhörerinnen und Zählern, weil das dann natürlich die Person, die es auch leben.

00:48:03: Die genau diese kleinen Momente, diese Vorlesemomente leben mit den Kindern.

00:48:09: Ich hatte auch Bilder im Kopf wie viele Personen, wie viele Kinder manchmal dort auf dem Stoß sitzen?

00:48:13: Wie viele Kinder rufen ich sehe gar nix!

00:48:15: Ich will auch und rutschen näher ans Buch und so.

00:48:18: Also das sind ja genau die Personen, die jetzt letztlich umsetzen in der Praxis für die wir glaube ich beide ganz dankbar sind

00:48:24: Unbedingt, ja.

00:48:26: Und genau all den danken wir auch ganz doll und auch ganz toll fürs Zuhören!

00:48:30: Wir freuen uns wenn ihr auch das nächste mal wieder dabei seid, wenn es heißt auf die ersten Jahre kommt es an.

Über diesen Podcast

Die in Kooperation vom nifbe und dem Fröbel e.V. herausgegebene Podcast-Reihe mit Moderatorin Kathrin Hohmann beleuchtet wissenschaftsbasiert und praxisnah aktuelle Themen rund um die frühkindliche Bildung und Entwicklung.

Wie begleiten wir Kinder heute, damit sie morgen stark durchs Leben gehen? Darum geht’s in diesem Podcast.
Jeden Monat spricht Kindheitspädagogin und Autorin Kathrin Hohmann mit spannenden Gästen über alles,
was frühe Kindheit bewegt: Von kindlicher Entwicklung über Diversität bis hin zur Zusammenarbeit mit Familien. Immer wissenschaftlich fundiert – immer nah an der Praxis.
Ehrlich. Inspirierend. Bedarfsgerecht. Für pädagogische Fachkräfte und alle, die Kinder begleiten.

von und mit Kathrin Hohmann

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