Frühkindliche Bildung
00:00:00: Und Teilgabe ist noch mal eine andere Form der aktiven Teilhabe, nämlich dass ich eben auch etwas einbringen kann.
00:00:08: Dass ich Vorschläge machen kann, dass ich aber auch Aktivitäten die angeregt werden gestalten kann und damit vielleicht auch neue Impulse
00:00:17: setze.".
00:00:18: Hallo und willkommen zu einer neuen Ausgabe von.
00:00:21: Auf die ersten Jahre kommt es an dem Podcast von Fröbeln & Nifpe für pädagogische Fachkräfte.
00:00:28: Ich bin Katrin Hohmann und interview monatlich Expertinnen und Experten zu vielfältigen Themen der frühkindlichen Bildung und Entwicklung, immer wissenschaftlich fundiert – und zugleich nah an der Praxis.
00:00:42: Der Morgenkreis als Ort der Partizipation Wir wissen, die Partizhipation ist weit mehr als ein pädagogisches Zusatzangebot.
00:00:52: Sie ist eng verbunden mit Teilhabe, Selbstbestimmung, Demokratiebildung und letztlich auch mit der Frage wie Inklusion im Alltag tatsächlich gelebt wird.
00:01:02: Kinder sollen nicht nur dabei sein sondern ihren Alltag mitgestalten und Einfluss auf Entscheidung nehmen können.
00:01:07: Und genau deshalb lohnt sich heute der Blick auf ein Setting das fast jede Kita täglich kennt – den Morgenkreis!
00:01:15: Genau, wir freuen uns dass wir heute gleich zwei spannende Gästinnen begrüßen dürfen.
00:01:19: Zum Einen ist hier Ina-Marie Abeck, sie ist Kindheitspädagogin und Erziehungswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Psychomotorik, Partizipation, Inklusion sowie Ethnografie in der Kindheitspedagogik.
00:01:32: Sie ist zudem Doktorandin an der Alice Salomon Hochschule in Berlin Und außerdem begrüssen wir Professorin Dr.
00:01:40: Corinna Schmude.
00:01:41: Sie ist Diplompsychologin und Professorin für inklusive Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kindheitspädagogikkund-Familienbildung in den kindheitspädagogischen Studiengängen, Erziehung und Bildung im Kindesalter an der Alice Salomon Hochschule Berlin.
00:01:56: Ich freue mich sehr dass sie beide heute da sind.
00:01:59: herzlich willkommen!
00:02:00: Und vorab bevor es losgeht noch die Frage möchten Sie zu dem Zu Ihrer Person zu Ihren Projekten noch etwas ergänzen?
00:02:07: Sehr, sehr gerne.
00:02:08: Ich würde gern noch ergänzen dass ich neben meinem wunderbaren Arbeiten an der Alisade Monochute in den Studiengängen in Lehre und Forschung auch noch das Kinderforscherzentrum Helium wissenschaftlich begleiten und leiten darf.
00:02:21: Und wer darauf neugierig ist, den kann ich nur empfehlen einfach mal Helium einzugeben.
00:02:26: Das es ein außerschulischer Lernort in einem Kooperationsprojekt zwischen der Senatsverwaltung dem Bezugsamt Mazzan-Hellersdorf und der Alisalumunuschule.
00:02:34: Vielen Dank dass Sie gefragt haben!
00:02:36: Ja total gerne und solche Links packen wir auch immer an.
00:02:38: die Show Notes das heißt jetzt für alle ihr müsst nicht lange suchen sondern ihr könnt sie im Nachhinein einmal nachklicken.
00:02:45: Ja, und es gibt natürlich auch viele Fachartikel darüber wie wichtig Morgenkreise für Sprache, für die Gemeinschaften und auch für die Struktur sind als Rituale dazu zu erwähnen.
00:02:54: Und gleichzeitig gibt es auch Kritik weil einige schreiben uns sagen ja Kinder verbringen in ihrer Kinderkarriere sage ich jetzt mal an Anführungsstrichen hunderte wenn nicht sogar über tausend Morgengreise in einem sehr stark ritualisierten Setting vielleicht vor Abgleich die Frage warum?
00:03:12: Eignet sich gerade der Morgenkreise gut, um über Partizipation zu sprechen.
00:03:17: Ich glaube wir fanden den Morgenkreis besonders spannend im Weilersohn festes Rituale in vielen Kindergerätten also sozusagen.
00:03:23: es ist etwas Alltägliches was dort eben stattfindet und das ist oft tatsächlich auch ein Format wo viele aus der Gruppe bis nicht die ganze Gruppe und Fachkräfte zusammenkommen.
00:03:33: Das heißt ja erlebt man eben sich als Gemeinschaft.
00:03:37: Prinzipial bietet der Morgenkreis dann eben auch viele Möglichkeiten, sich zu beteiligen, Themen einzubringen.
00:03:42: Hat aber auch wie Sie gerade auch gesagt haben schon andere Schwerpunkte wie zum Beispiel Sprachförderung und so.
00:03:47: Und wir wollten eben schauen, wie gestalten diese Fachkräfte dieses Gruppen pädagogisches Setting?
00:03:53: Wie wird da Beteiligung gelebt?
00:03:55: Beteiltigung und Partizipation das Wort haben wir jetzt vielleicht zu Beginn ein paar Mal gehört.
00:03:59: Vielleicht beginnen wir noch mal grundsätzlich.
00:04:00: was verstehen sie im Kontext unter Beteilligung und Participation?
00:04:06: Da würde ich vielleicht
00:04:07: einsteigen,
00:04:09: weil uns total wichtig an der Stelle ist.
00:04:12: Wenn man den Begriff Partizipation hört, denkt man sehr schnell, fokussiert sich sehr schnell auf demokratiebildende Perspektiven.
00:04:19: und wir haben uns für Partizhipation vor allem im Kontext einer inklusiven Perspektive auf kindliche Lebenswirklichkeiten orientiert, weil dieser Begriff der Teilhabe wird zu schnell dahin gesagt.
00:04:33: aber Teilhabbe bedeutet ja dass Teil einer Gemeinschaft bin, einer Gruppe bin eines Themas bin und Teilhaber heißt nicht nur ich bin dabei sondern es geht immer um ein Aktives dabei sein.
00:04:46: Das heißt mitgestalten ja Selbstbestimmung sich einbringen in das was dann das ganze ausmacht an dem man partizipiert und Partizipation gemeinsam gestaltet.
00:04:59: Nun haben wir auch gehört das Wort inklusiv, also es spielt eine Rolle.
00:05:02: Können Sie dazu noch ein bisschen was erläutern wie dies im Zusammenhang steht?
00:05:06: Sehr gerne.
00:05:07: Inklusion ist ja ein sehr großer Begriff der viel diskutiert wird und der auch ein Stück empfunden wird als eine zusätzliche Aufgabe wobei inklusif für mich bedeutet und das vertrete ich so in meiner Lehre und in der Forschung dass es darum geht dass wir als Gemeinschaft schauen.
00:05:25: wie gelingt es uns eine Gemeinsschaft zu gestalten in der jeder Willkommen ist, in der jedes Kind, jede Akteurin in einer Gruppe sich mit seinen Kompetenzen, mit seinen Bedürfnissen und mit seinen Fragen einbringen kann.
00:05:41: Und inklusiv wird etwas wenn es mir gelingt, einerseits sehr klar zu articulieren was ich brauche aber auf der anderen Seite auch in den Dialog mit meinem gegenüberzugehen gemeinsam auszuhandeln.
00:05:53: Was können wir in der Situation gut gemeinsam gestalten?
00:05:58: Und dazu gehört auch die Idee, dass Menschen, die dieses Grundrecht auf Teilhabe nicht eigenaktiv einfordern können von Menschen.
00:06:08: Die das gestalten können dabei unterstützt werden oder eben auch tatsächlich diese anderen Menschen es ermöglichen, dass ich teil habe erleben darf und so wird Inklusion für mich einen Begriff der beschreibt dass wir an unseren Gemeinschaftsstrukturen arbeiten und nicht versuchen, das einzelne Individuum an die Strukturen anzupassen.
00:06:31: Sondern gemeinsam aushandeln was brauchen wir?
00:06:33: Und dann sind wir ganz schnell bei der Idee von Partizipationen und Teilhabe und Teilgeben.
00:06:39: Vielleicht als Ergänzung weil wir haben in dem Projekt, wo wir ja auch gleich übersprechen werden verschiedene Aspekte untersucht, die mit Inklusion zusammenhangten.
00:06:46: und unter dem Stichwort Partizhipation haben wir uns im Speziellen die Mitbestimmung angeschaut.
00:06:51: also Man kann ja unterscheiden zwischen Selbstbestimmung, also Kinder können entscheiden mit was sie spielen wollen.
00:06:56: Was die essen wollen und Mitbestimmung.
00:06:58: Und da geht es eben um die Entscheidungen, die in der Gemeinschaft getroffen werden.
00:07:01: Also auch für die Gemeinsschaft getroffen wird.
00:07:04: Das haben wir uns dann noch mal konkret angeschaut als ein Pazipon, als Einstüssel-Element wo inklusion im Alltag umgesetzt werden kann.
00:07:11: Also wo Kinder erleben dass sie eben Teil haben aber auch Teil geben können das sie mitgestalten können.
00:07:16: Genau deswegen haben wir das konkrete dann nochmal im Morgenkreis angesehen wie das da umgesetzt wird.
00:07:22: Ja, total spannend auch nochmal die Unterscheidung.
00:07:25: Und ich habe bei Ihnen auch noch mal die Wörter Teilhabe und Teilgabe gelesen.
00:07:29: Können Sie diese auch noch etwas erläutern?
00:07:33: Also Teilhable passiert ja schon in dem Moment wo ich jetzt zum Beispiel im Morgenkreis mit dabei bin aufmerksam zuhöre Die Aktivitäten die angeregt werden Mitmache oder zumindest aktiv beobachte.
00:07:46: und Teil Gabe ist nochmal eine andere Form der aktiven Teilhabe nämlich, dass ich eben auch etwas einbringen kann.
00:07:55: Dass sich Vorschläge machen kann das ich aber auch Aktivitäten die angeregt werden gestalten kann und damit vielleicht auch neue Impulse setze.
00:08:05: so ein ganz einfaches Beispiel wäre wo ich unterscheiden würde teil habe hat ein Kind An einem Morgenkreis auch, wenn es im Kreis sitzt.
00:08:14: Im Stuhlkreis oder auf dem Kissen was man vorgesehen hat.
00:08:18: Teil Gabe würde aber auch bedeuten das Kind sich aktiv einbringt und dass ist vielleicht nicht die starr vorgegebene Sitzordnung sein muss sondern dass ich auch dabei bin und Anregung gebe.
00:08:30: Man kann sich vielleicht auch bewegen oder anders hinsetzen oder ich wähle zwischen stuhl- und sitzvollster.
00:08:36: dieses wirklich aktiv, also Teilgabe bedeutet für uns in unserem Verständnis dieses ja wirklich bewusste aktive Mitgestalten dürfen.
00:08:46: Ja und an dieser Stelle kommt für mich auch gleich die pädagogischen Fachkräfte ins Spiel, die vielleicht dabei denken okay kann ich da jetzt locker lassen?
00:08:53: Kann ich das zulassen was ist wenn es dann alle wollen?
00:08:57: Also diese große Sorge, die ich da immer gleich mitschwing höre.
00:09:02: Ich glaube die Angst gibt es.
00:09:04: auf jeden Fall merkt man dann oft, dass es gar nicht so ist.
00:09:08: Dass wenn ich zum Beispiel sage die Teilnahme am Morgenkreis ist freiwillig, das dann plötzlich keiner mehr Lust hat
00:09:14: bzw.,
00:09:15: wenn alle keine Lust haben, muss man vielleicht auch mal mit den Kindern über dieses Format reden und fragen naja was steht ihr euch denn denn vor?
00:09:21: Was ist der Morgenkreist für euch und wie können wir ihn gestalten?
00:09:24: Das ist eben für euch ein Erlebnis ist wo ihr gerne dran teilnimmt, wo ihr euch gesehen fühlt, wo ja auch die anderen seht.
00:09:30: und was ist denn auch vielleicht der Benefit davon, wenn wir uns einmal am Tag in eine Gruppe treffen?
00:09:34: also Genau, das ist der Vorteil für euch.
00:09:37: Was ist der Forder für uns als Gruppe?
00:09:39: Genau dass man eben darüber auch ins Gespräch kommen kann.
00:09:42: Ja Sie haben es gerade schon mal angesprochen Es gibt auch Studien dazu und das natürlich grade für Personen in der Praxis.
00:09:47: total interessant Und vielleicht einmal zur Einordnung Ich habe etwas über die BIKA-Studie gelesen mit Teiligung von Kindern.
00:09:53: Können sie darüber Eingangs ein bisschen was erzählen bevor wir dann auf ihre Studie und ihr Forschungsprojekt zu sprechen kommen?
00:10:01: Ja also die Bikastudie hat untersucht fast achtzig Kitas sozusagen, wie Partizipation im Alltag bei Kindern unter drei Jahren tatsächlich umgesetzt wird.
00:10:11: Und das Spannende ist die haben sich dafür Schlüsselsituationen angeschaut und zwar Spielenessen und Buchbetrachtung also strukturierte und weniger strukturierte Situation.
00:10:22: Der Fokus lag eben darauf so sagen Oder was die Studie vor allem gezeigt hat, das Beteiligung nicht heißt dass es auf formale Mitbestimmungsprozesse beschränkt ist sondern sich Beteiltung eher in der alltäglichen Umgang miteinander und der tägliche Interaktion zeigt.
00:10:35: Und haben eben dann untersucht wie sehr neben die Fachkräfteligener Perspektiven war?
00:10:39: Wie feinfühlig wird mit ihren Signalen umgegangen gerade weil eben auch im U-Drei Bereich die Studier Kinder da auf sprachlicher Ebene sich eventuell noch nicht so ausdrücken können Sondern man eher auch sehr auf körperliche Signale auf Gestikonomie eingehen muss.
00:10:55: Also ich finde, das zeigt die Studie ganz gut allein.
00:10:57: Dass es eben im Alltag ganz viele Momente gibt wo Beteiligung möglich ist und was auch gezeigt wurde, dass in weniger stark strukturierten Situationen wie zum Beispiel das Spiel die Kinder mehr Möglichkeiten haben sich zu beteiligen, sich einzubringen und auch autonomer entscheiden können, was sie machen.
00:11:14: Und was für uns, weil das bei uns auch dann sich gezeigt hat ein Thema war, was ich einfach spannend habe, dass nicht Beteiligung für alle Kinder automatisch gleich ist, sondern das Fachkräfte auch dazu tendieren.
00:11:27: Kinder die sehr aktiv sich einbringen und auch schon sprachlich vielleicht weiter waren sozusagen... Auch mehr sich einbringen konnten.
00:11:34: also mir auch wie sie eingegangen werden.
00:11:35: Und das ist für so.
00:11:36: die eigene Reflexion der Praxis finde ich eine wichtige Erkenntnis da einmal zu schauen Wie gehe ich denn um?
00:11:41: Welche Kinder kommen denn dazu Wort?
00:11:43: Ja und welche vielleicht auch in einzelnen Momenten fast ein bisschen übersehen werden.
00:11:49: Genau, da weiß die Studie auf jeden Fall hin.
00:11:50: Dass es ihm die Gefahr ist zurückhaltendere Kinder oder Kinder, die ihn noch nicht gelernt haben so für sich selbst in der Zielinitiative zu ergreifen dass sie halt auch dann das Schwierige haben teilzuhaben und sich zu beteiligen und Entscheidungen zu treffen.
00:12:03: Wir
00:12:03: haben besonders spannend auch dieser Rückschluss für unseren pädagogischen Alltag.
00:12:08: Und Sie sagten auch schon etwas über das Forschungsprojekt PIKE pro inkludierende Interaktion Ein Projekt, das gemeinsam mit Kitas und weiteren Praxispartnern entwickelt und durchgeführt wurde.
00:12:21: Bevor wir mehr darüber hören für alle die Info mehr dazu findet ihr auch unter dem Projektlink in den Show-Nords.
00:12:28: doch worum geht es eigentlich bei Pieke?
00:12:31: Genau pro inkludierende Interaktion Crossmedial entwickeln.
00:12:35: dieser lustigen Name ist zustande gekommen weil wir ein griffiges schönes Akronym gebraucht haben und da haben wir lange gerätselt wie kriegen wir unser Forschungsinteresse in einen knackigen Namen?
00:12:46: und so ist es Pieck geworden.
00:12:47: Und tatsächlich, ja wenn wir Pieck als Begriff austauschen sind wir schon mittendrin im spannenden Forschungsraum der sich uns eröffnet hat.
00:12:57: Pieck war ein Kooperationsprojekt zwischen der Alice Salomon Hochschule und der Hochschulle für Technik und Wirtschaft.
00:13:03: Wir hatten das Glück die tolle Erfahrung machen zu können mit Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich Kommunikationsdesigns zusammenzuforschen Und das uns verbindende Thema war der Morgenkreis als ein pädagogisches Setting, was wir ausgewählt haben mit dem zentralen Forschungsinteresse mehr Überfachkraftkind Interaktion zu erfahren.
00:13:27: Weil ich denke für alle Themen die mit früh kindlicher Bildung zu tun haben ist die Frage wie ich in Interaktionen trete miteinander und wie ich jetzt Pädagogin in meinem Alltag Interaktionsgestalt ist ein Schlüsselmoment.
00:13:41: Und dieser Forschungsstrang, was passiert in einem Morgenkreis?
00:13:45: Wie sind dort Interaktionen gestaltet mit den unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen, die Inna schon auch kurz benannt hat.
00:13:52: Mit Mitbestimmung Teilhabe-Partizipationen.
00:13:55: Das war der eine Baustein und der andere Bausteil war das wir parallel dazu unterstützt.
00:13:59: oder es gibt nicht die Kollegen von der HTW sich mit der Frage beschäftigt haben okay wenn ihr da jetzt tolle Ergebnisse rausbekommt wie kommen denn die eigentlich ins Berufsfeld?
00:14:09: Ja, das ist ja irgendwie immer so.
00:14:11: die große Frage in der Forschung.
00:14:12: Was machen wir denn wenn wir forschen und wo bleibt es dann?
00:14:16: Das ist für uns auch eine total spannende Frage und wir haben eben miteinander wirklich verwoben diese beiden Forschungsstränge gehabt einerseits die Forschung zum Morgenkreis an der pädagogische Fachkräfte aktiv mit beteiligt waren und auf der anderen Seite die Frage Was wünschen sich Pädagoginnen, wie diese Forschungsergebnisse dann auch für sie greifbar und handhabbar werden?
00:14:38: Und da sind viele spannende Sachen entstanden.
00:14:41: Um die geht es heute!
00:14:42: Gar nicht.
00:14:43: Aber was wir sagen können, es war ein total bereichernder Prozess wirklich dieses immer wieder spiegeln wie versteht ihr das was wir gerade in Worte gefasst haben?
00:14:52: Was bewegt euch eigentlich in eurem Alltag und was wir mitgenommen haben?
00:14:56: und dass glaube ich auch das was Wir heute gemeinsam gestalten dürfen Ein wichtiges Element Fachkräfte haben signalisiert sie wünschen sich möglichst kompakte, gut runtergebrochene zugängliche anschauliche Formate wo sie selber auch entscheiden können.
00:15:13: Das höre ich mir jetzt mal an das gucke ich mir mal an.
00:15:15: und auch eine großes Interesseanweiterbildung haben wir speziell in diesem Forschungsprojekt wahrgenommen und den Wunsch nach Blernsnacks!
00:15:23: Und vielleicht kann der Podcast heute auch so ein kleines Höppchen zwischendurch sein.
00:15:28: zum Thema Morgenkreis genau und das war was uns im Peak beschäftigt hat also die Frage Was passiert?
00:15:34: in den Interaktionen unter verschiedenen Schwerpunktsetzungen, um die es ja auch nochmal weitergehen wird.
00:15:40: Eben Partizipation und die Frage, liebe Forscherinnen was macht ihr mit den tollen Ergebnissen?
00:15:45: Wir wollen sie gerne haben!
00:15:47: Und das macht Pik so besonders.
00:15:49: Ja total und ich überlege gerade worauf wir zuerst gucken.
00:15:51: zum einen genau diese Lernsnacks denn wir wissen aus dem Alltag Fachkräfte sind häufig erschöpft Und das wird leider aktuell, glaube ich gar nicht so schnell abnehmen.
00:16:01: Deswegen auch der Podcast soll genau dazu anregen, dass wir eben nicht das Gefühl haben, oh Gott, wir müssen noch mehr geben und oh Gott!
00:16:08: Das habe ich jetzt wieder nicht richtig gemacht sondern vielmehr zu schauen was gelingt gut?
00:16:13: Was können wir im Alltag vielleicht auch noch einen kleinen Schätzen mitnehmen, dass es eher einfach wird.
00:16:19: Also darum soll's hergehen.
00:16:20: Genau, jetzt habe ich so die Überlegung womit wir anfangen vielleicht nochmal einen Schritt zurück.
00:16:24: Für mich war auch das Besondere was ich gelesen habe in dem Forschungsprojekt es wurde ganz viel videografiert.
00:16:32: Was genau wurde denn sichtbar?
00:16:35: Also wir haben insgesamt vierundzwanzig Morgenkreise videografieren und dann für die Analysen immer zu Zweiundundzig ausgewertet.
00:16:41: Genau, wir haben zwölf Fachkräfte die gesagt haben ach das Thema interessiert uns und ja ihr könnt gern vorbeikommen und wir können den Morgenkreis filmen.
00:16:48: dann haben von jeder Fachkraft zwei Morgenkreise gefilmt mit der gleichen Kindergruppe.
00:16:52: genau uns war es auch wichtig sozusagen dass das Morgengreise aus dem Alltag sind und dass jetzt nicht für uns irgendwie ein bestimmtes Thema haben muss sondern also wir haben gesagt ihr könnt einfach machen was wir es auch sonst macht.
00:17:02: so zu sagen ist es muss kein bestimmtes Format haben und das war sehr spannend für uns und da sind wir in die Einrichtung gefahren Kreise gefilmt mit ein bisschen Abstand.
00:17:11: Und dann, naja Videografie ist das große Möglichkeit.
00:17:14: man kann sich die Situation immer und immer wieder anschauen.
00:17:17: und genau das große Thema bei Inklusion und da haben wir eben einmal angeschaut unter dem Stichwort Partizipationen ein bisschen zugespitzt sozusagen auf demokratische Mitbestimmungsprozesse in der Gemeinschaft.
00:17:30: ja was für Entscheidungssituation gibt es überhaupt im Morgenkreis?
00:17:35: werden die Kinder daran beteiligt.
00:17:36: Genau, also es ging um Entscheidungen, die die ganze Gruppe treffen und eben nicht so selbstbestimmte Momente.
00:17:41: wie kann ich sitzen oder so?
00:17:42: Das haben wir uns in dem Rahmen nicht angeschaut und wir konnten dann so drei große Arten von Entscheidungssituationen ausmachen, die es prinzipiell im Morgenkreis gibt.
00:17:50: Einmal dass... Wir haben die Gruppenaktivitäten, die im Morgen Kreis stattfinden, wie zum Beispiel eine Erzählrunde, wir haben das Abzählen von zum Beispiel Wochentragen, aber auch Bewegungsspiele, die dort stattfinden eventuell Lieder, die gesungen werden.
00:18:05: Genau also es waren so die unterschiedlichen Aktivitäten.
00:18:07: und dann haben wir uns da zum Beispiel angeschaut okay wer entscheidet dass diese Aktivität jetzt stattfindet?
00:18:12: Und wie werden die Kinder daran beteiligt?
00:18:14: Und dann haben sie uns zweitens angeschauert Entscheidung Situation wo darüber entschieden wurde wie dieser aktivität genau gestaltet wird Also nicht das ein Lied gesungen wird sondern welches Lied denn dann gesungen würde.
00:18:24: oder Es gab auch oft kreativ Angebote welche Materialien benutzen wir wenn das besprochen wurde.
00:18:30: Dann haben Wir uns angeschauen ok Wer ist in dieser Entscheidung Situation beteiligen?
00:18:34: Und als Dritte haben wir uns auch angeschaut, Entscheidungssituationen in denen es um den Tagesablauf ging.
00:18:40: Das machen wir danach.
00:18:40: In welche Räume gehen wir oder wie das Zusammenleben in der Kita gestaltet wird?
00:18:46: Wir hatten einmal als Beispiel so Wie gehen wir mit unserer Bibliothek um?
00:18:50: Es wurde dann sozusagen im Morgengreis darüber gesprochen.
00:18:53: Oder ich glaube wir hatten auch was machen wir bei unserem Herbstfest?
00:18:56: Genau das dritte kam so ein bisschen aus der Idee, dass der Morgenkreis ja auch in Formate auf eine Mitteiligung sein kann.
00:19:01: Dass wir teilweise auch in den Bildungsplänen wiederfinden dieses Verständnis und auch in demokratiepedagogischen Ansätzen.
00:19:07: Aber natürlich ist es nur eine sozusagen Richtung wie der Morgengreis aussehen kann.
00:19:12: Es muss nicht so sein!
00:19:14: Und dann hatten wir diese Entscheidungssituationen.
00:19:15: die haben wir uns im Morgendkreis dann angeschaut.
00:19:17: ich glaube dass wir jetzt noch mal nachschauen, wo die Kinder beteiligt waren.
00:19:21: Das waren dann tatsächlich Maximum-Fünfzehn und im Durchschnitt aber fünf Entscheidungs-Situationen in jedem Morgenkreis, wo sie tatsächlich beteilig war.
00:19:28: Es gab doch relativ viel sozusagen, wo wir Kinderbeteiligung festgestellt haben.
00:19:33: Genau das haben wir uns angeschaut und dann hatten es natürlich auch interessiert wie die Kinder daran beteiligen werden.
00:19:37: Und da bin ich schon bei den Ergebnissen zu dem Schwerpunkt.
00:19:40: Aber vielleicht gehen wir erst nochmal auf die anderen Schwerpunkte ein?
00:19:44: Ausschlaggebend dafür, dass Kinder eine Entscheidung treffen können ist natürlich die Frage wie insgesamt die Interaktion gestaltet ist.
00:19:51: Und unser Forschungsgerüst sozusagen war die Idee.
00:19:55: es gibt eine sehr ausdifferenzierte Forschung schon zu den Interaktionsqualitäten und Interaktionen Formen, die man im pädagogischen Feld beobachten kann.
00:20:06: Die haben ihre Wurzeln in der Forschung.
00:20:09: mit der dokumentarischen Methode arbeitet spezielle Interaktionsform herausgearbeitet worden, die nennt sich inkludierende Interaktionmodi oder inkludierente Interaktationsqualität.
00:20:21: Und sie schließt sozusagen ein, da wird der Begriff Inkludieren sozusagen vom Wortstamm her genutzt einschließen eine mit den Kindern stattfindende Interakktion.
00:20:33: und unsere Idee war wirklich nochmal diese Interaktionenmodi genauer unter die Lupe zu nehmen.
00:20:40: was passt und sind zu der Erkenntnis gekommen, die wir eben mit unseren Daten auch belegen können.
00:20:47: Dass so in Minisequenzen zwischen Fachkraft- und Kindkindern immer so Entscheidungssituation stattfinden, wo die Fachkraft sich jedes Mal neu entscheiden kann.
00:20:58: Gestalte ich die Interaktion kindorientiert, dialog orientiert?
00:21:03: oder ist jetzt ein Punkt gekommen, wo ich sage ... Ich bin erwachsen, ich bin hier.
00:21:09: Ich weiß was getan werden muss plus aus
00:21:12: Ende und Führer
00:21:13: geht es genau.
00:21:14: also wir haben praktisch diese drei Interaktionsformen sehr gut herausarbeiten können kindorientierte Interaktionen die eben wirklich konsequent daran arbeiten zu gucken wie gelingt mir das als pädagog in eben möglichst wirklich auch alle Kinder einzubeziehen aber auf die Kinder einzugehen was passiert wenn alle zusammengekommen sind.
00:21:35: Es gibt vielleicht ein Thema, es gibt vielleicht was toll vorbereitetes und ein Kind äußert aber genau das, was gerade in seinem Kopf im Kopf des Kindes total groß ist und raus muss.
00:21:48: Und wie gehe ich denn damit um?
00:21:49: Das wäre so eine Weichenstellung.
00:21:51: Dann haben wir wahrgenommen und das korrespondiert ja mit Forschungen aus dem Feld der Kinderperspektiven und der Sicht von Kindern auf Kita-Qualität.
00:21:59: Das Kinder ist schon auch natürlich ... brauchen, wertschätzen und genießen können wenn es einen strukturierten Raum gibt.
00:22:07: Und wenn es Regeln gibt das haben wir regelorientierte Interaktionen genannt wobei dort wirklich eine zentrale Voraussetzung ist dass die Regeln nachvollziehbar sind transparent sind ausgehandelt sind wirklich Sicherheit im Alltag geben nachvollzogen werden können.
00:22:24: Kinderperspektiven.
00:22:26: Die Studie dazu hat so schön auch gezeigt dass Kinder es auch genießen mal bewusst wenn man gegen Regeln verstoßen darf.
00:22:32: Das ist aber so ein Spiel mit Regeln, also kindorientiert, regelorientiert und eben das was wir uns nicht wünschen was Kinder das erleben es einen macht orientierter Interaktionsmodus der eben ganz klar die Vorgaben und Interessen der erwachsenen Personen durchsetzen und im Fokus haben.
00:22:51: Und das ist eine sehr spannende Frage.
00:22:53: vielleicht nochmal wieder auch ein Stichwort was ich einfach in den Rauben stelle Es meiner Macht als Pädagogin um.
00:23:00: Das hat sowohl für Partizipationen, als auch für Interaktionsgestaltung.
00:23:04: Ist das eine Schlüsselfrage?
00:23:11: Ja ist echt ein großer Schlüssel.
00:23:12: Frage euch mir dieser überhaupt bewusst bin oder nicht?
00:23:15: also ich muss sagen als pädagogische Fachkraft habe ich viele Jahre auch gedacht boah ich hab keine Macht!
00:23:19: Also ich wollte die einfach gar nicht haben.
00:23:22: und erst als ich mich damit dann wirklich beschäftigt habe, habe ich verstanden natürlich haben wir machte und dass er die große frage wie gehe ich mit dieser Macht um wie nutze ich sie wann setze ich Sie ein Und wann wird sie überhaupt gebraucht?
00:23:34: Und wann kann ich sie eben auch ganz, ganz getrost abgeben.
00:23:37: Ja und gab es noch weitere Ergebnisse?
00:23:40: Also ja genau.
00:23:41: also vielleicht jetzt zu der nochmal zur Mitbestimmung.
00:23:44: was wir dann im Endeffekt rausgefunden haben ist jetzt in dem Blick auf die Enttaltungssituation das Kinder im Morgengreis vor allem mit bestimmen dürfen wenn es um die Gestaltung der Aktivitäten geht.
00:23:54: Das heißt, darum welches liebgesungen wird, welches Material benutzt wird oder auch sozusagen welche Bewegung jetzt die ganze Gruppe macht.
00:24:02: das sind so Beispiele dafür.
00:24:04: Es gab weniger Entscheidungssituationen wo die Kinder wirklich bestimmen können, wir machen jetzt diese Aktivität.
00:24:10: Und was wir ganz selten beobachtet haben ist das es überhaupt Entscheidungen gab zum Tagesablauf oder zum Zusammenleben in der Kita.
00:24:17: Das hängt aber auch so ein bisschen an der Ausrichtung unserer Morgenkreise zusammen die wir gefilmt haben.
00:24:26: Es gibt unterschiedliche Ansätze und Verständnisse wie morgenkreise gestalten sind und bei uns war die deutliche Mehrheit.
00:24:31: Wir haben's dann genannt wie eine kleine Lerneinheit und spielerische Sachunterrichtseinheit, wo die Fachkraft ein Thema gewählt hat.
00:24:39: Und alle Aktivitäten also die Lieder- und die Spiele und die Erzählerunnen auf dieses Thema abgestimmt waren.
00:24:46: Also wenn wir im Herbst aufgenommen haben dann hatten wir mehrmals das Thema Igel zum Beispiel und dann gab es auch bei der Morgenkreis darauf abgestimmt.
00:24:54: Das heißt aber nicht dass die Kinder auch eigene Themen einbringen konnten.
00:24:58: Es gab einen Rahmen sozusagen abgestimmt war.
00:25:02: Aber es gab durchaus Situationen, wo die Kinder dann andere Erfahrungen eingebracht wurden und die zum Thema gemacht worden.
00:25:09: Das sieht man auf jeden Fall auch in diesen Morgenkreisen.
00:25:11: Und wir hatten nur sehr wenig Morgenkreise, wo das zentrale Thema war okay lasst uns mal über unser Zusammenleben in der Kita sprechen.
00:25:18: Das hatten wir aber eher weniger und wir hatten auch Mischformen.
00:25:22: Dann hatte ich angeschaut was wir danach gemacht haben mit diesen Entscheidungssituationen, dass wir auch geguckt haben wie verbindlich konnten denn die Kinder Entscheidungen Einfluss nehmen auf diese Entscheidungen und da haben wir uns an den Stufenmodellen orientiert.
00:25:34: Ich glaube sie sind relativ bekannt.
00:25:35: Da gibt es ja mehrere, aber alle gleich aufgebaut sind.
00:25:38: Es gibt die Fremdbestimmung wo die Kinder eben nicht beteiligt werden.
00:25:41: Es gibt Vorstufen der Partizipation wo Sie keinen verbindlichen Einfluß haben.
00:25:45: Das heißt, angefangen von sie werden informiert.
00:25:48: Bis zu Sie können Vorschläge machen und die Fachkraft wählt eine Aulen aus beziehungsweise es gibt schon Vorschlage von der Fachkraft und Kinderwähnen ein auf.
00:25:57: bis dann zur Pardizipation ist sozusagen die Mitbestimmung.
00:26:00: das heißt die Kinder können hier sowohl Entscheidungen Situationen initiieren, Vorschlädige machen und auch mit der Fachkräfte rüber abspülen.
00:26:07: Und dann gäbe es noch darüber hinaus die Stufe der Selbstorganisation.
00:26:11: Das heißt, die Fachkraft wäre gar nicht mehr beteiligt.
00:26:14: Das kam auch vor tatsächlich, ich glaube ein, zwei Mal aber das haben wir jetzt auch gar nicht erwartet in einem Format wie dem Morgenkreis weil uns ging es wirklich um diese Mitbestimmung.
00:26:22: also Fachkraft und Kinder können gemeinsam entscheiden.
00:26:25: Und da kann man halt sagen, dass wirklich der Großteil der Beteiligung der Kinder lag eben in diesen Vorstufen und der Partizipation.
00:26:31: Das heißt es ging... Wir haben es dann vorgefertigt mitbestimmungen nach.
00:26:34: Es ging oft darum das es Vorschläge gab und die Kinder dann einen ausgewählt haben.
00:26:38: Und genau was ich vielleicht noch sagen möchte, dass wir halt auch gemerkt haben und da gibt's eben diese Parallel zur BIKA-Studie dass wenn Kinder sich an eine Teilungssituation beteiligt haben, dann war es auf die Eigeninitiative der Kinder.
00:26:51: Das heißt das wurde entweder offen in die Gruppe gefragt welches Lied wollen wir singen?
00:26:54: und dann haben sie halt ein paar geäußert relativ schnell und dann wurde das umgesetzt und die anderen haben sich nicht geäussert und wurden dann dementsprechend auch nicht gehört oder auch sozusagen Kinder hatten eine Idee was sie jetzt gerne machen würden haben das geäusert und dann wird er das um gesetzt.
00:27:09: und das war unsere zweite Beobachtungen dass wenn Kinder gesagt haben, hätte ich Lust heute ein Spiel zu spielen oder so.
00:27:16: Oder können wir das Material benutzen?
00:27:18: Dann wurde es auch gesehen und führte dazu, dass die Fachkräfte das zur Entscheidung gemacht haben.
00:27:23: Also wenn sie einen Kind eine entscheidende Situation initiiert hat, dann wurde das wertgeschätzt und es gab eine große Offenheit dazu.
00:27:28: Und dann hat das auch einen großen Einfluss auf Verlauf des Morgenkreises oder zumindest die Aktivität wo sich das Kind was gewünscht hatte.
00:27:35: Das finde ich ist ein total wichtiges Ergebnis unserer Forschung weil es zeigt, dass es gelingt kann, dass es möglich ist und das etwas ganz Entscheidendes dafür braucht.
00:27:45: Weil wir konnten sehr deutlich den Zusammenhang herausarbeiten.
00:27:48: Das ist natürlich davon abhängt wie generell die Interaktion im Morgenkreis gestaltet ist.
00:27:52: Und die Voraussetzung dafür ist, dass eben eine kindorientierte, dialog orientierte Interaktionskultur in dem Morgenkreise in der Situation gibt, die überhaupt den Raum öffnet, dass Kinder sich so äußern können.
00:28:06: Der nächste Schritt wäre dann auch zu gucken, als Peter Guginn das auszubeiten, dass eben nicht nur die Wortgewandten Ideen reichen sondern das alle gehört werden.
00:28:21: Ja genau!
00:28:22: Die Frage, die habe ich mir auch gerade gestellt beim Zuhören... Ich hab da auch so klassische Morgenkreis-Situationen im Blick von meinen eigenen, wo ich dann immer noch mal so reflektiere im Nachhinein auf wen reagiert man schneller?
00:28:32: Auf wen reaget man langsamer?
00:28:34: Wen fordert man auch mal auf?
00:28:37: Genau und jetzt würde ich gerne nochmal einen Bogen spannen und auf einige schon vorhin angesprochene Kritikstimmen zu sprechen kommen.
00:28:46: Es gibt ja einige, die vielleicht wirklich sagen, aber muss das jetzt sein?
00:28:50: Und da hat eben auch die Frage wie können Morgenkreise so partizipativ gestaltet werden dass eben Kinder ich sag mal darin nicht verloren gehen oder überspitzt sich zwanzig Minuten am Tag langweilen und eigentlich nur lernen eigene Pulse zurückzuhalten und sich anzupassen?
00:29:09: Also ich glaube die Angst ist immer da, dass Beteiligung heißt raucht weniger Struktur oder durch Beteiltigung geht Struktur verloren.
00:29:14: Und ich glaube diese Angst ist nicht ganz berechtigt weil wir brauchen die Struktur um Beteilingung überhaupt zu ermöglichen und wir haben uns ja aus dem Morgenkreis eben angeschaut weil er schon eine gewisse Struktur mit sich bringt einfach allein das es oft alltäglich ist oder auch manchmal nur einmal die Woche stattfindet.
00:29:29: aber es ist etwas was die Kinder kennen wo sie Abläufe kennen dann auch ihnen die Möglichkeit haben, weil sie die Abläufe kennen und vielleicht auch wissen wie Entscheidungssituationen gestaltet werden.
00:29:39: Wie kann ich mich daran beteiligen?
00:29:41: Und dass auch eine gewisse... Auch Ihnen wieder so eine Eigenermächtigung gibt.
00:29:44: okay Ich kann hier sozusagen meine Entscheidung mit treffen.
00:29:48: Ich kann ihr gesehen
00:29:48: werden.".
00:29:49: Das was Grüne gerade meinte, das man im Morgenkreis oft merkt, es gibt oft ein Gesprächsklima wo Kinder wissen ok ich kann meine Meinung sagen, ich kann noch mal widersprechen.
00:29:58: Es gibt aber auch Morgenkreise wo es dieses Gefühl vielleicht eher nicht gibt.
00:30:01: Und das eben dafür so zu sagen, dass die Kinder sich dann auch eher zurückhalten.
00:30:05: Glauben
00:30:06: und
00:30:06: aushalten.
00:30:07: Ein
00:30:08: schönes Mitwander ist und ich zeigen darf.
00:30:10: Ja genau.
00:30:13: Wie war jetzt in der Altersgruppe drei bis sechs Jahre?
00:30:14: Das muss man vielleicht noch mal sagen.
00:30:16: sozusagen auch, dass Kinder da meistens auch über Sprache schon viel aushandeln können und wir dann auch Morgenkreise erlebt haben wo Kinder wirklich viel miteinander gesprochen haben und die Fachkraft eher in der moderierenden Rolle war und natürlich auch morgenkreise wo die Fachkräfte hauptsächlich.
00:30:32: Das ist, glaube ich auch noch mal so eine Art Wiegestaltig-Interaktion.
00:30:35: Und das zeigt sich dann auch im Morgenkreis wie sich Kinder einbringen können.
00:30:38: und gerade in diesen kindorientierten Interaktionen haben wir dann auch erlebt dass Kinder plötzlich sehr persönliche Sachen erzählt haben und die anderen Kinder auch darauf eingegangen sind.
00:30:47: Und wir haben es auch erlebt, weil das war so dass Kinder dann irgendwie unruhig wurden und auch aufgestanden sind.
00:30:51: Das zugelassen wurde aber dann von der Fachkraft aufgriffen worden zu gemeint.
00:30:55: Aha ist glaube sozusagen wir machen jetzt mal was anderes.
00:30:58: Wir scheinen jetzt gerade hier am Ende des Morgengereises angekommen zu sein.
00:31:01: Was denkt ihr daran?
00:31:02: Und das eben auch eine Möglichkeit ist mit den Kindern zu regulieren.
00:31:06: Passt der Rahmen für uns, das sind kleine Möglichkeiten auf jeden Fall.
00:31:10: Genau und wir haben jetzt... also ich habe ja noch davon eine entscheidende Situation und so dass nur die schnellen Kinder oft so sich beteiligt haben oder die lauten Kinder.
00:31:16: natürlich kann ich dem entgegenwirken wenn nicht mal eine Abstimmung per Handzeichen mache oder so.
00:31:21: und gleichzeitig muss auch klar sein Das kann ich nicht immer machen weil wir auch nicht immer Wenn wir pro Morgenkreis sechs Aktivitäten haben, wir würden über jede Aktivität abstimmen.
00:31:28: Ob wir das jetzt machen?
00:31:29: Das wäre sehr langwierig und das wäre keine Erfahrung, die sowohl die Kinder als auch die Fachkräfte haben möchten sondern es wäre sehr langewährig und anstrengend.
00:31:36: aber ich kann es eben bewusst machen bei bestimmten Entscheidungen oder dass dann auch durch bekannte Steinchen legen oder so wenn es geht.
00:31:43: okay wir suchen jetzt etwas aus Wir machen eine Mehrheitsentscheidung.
00:31:46: Wir machen vielleicht auch mal eine Konsensentscheiding.
00:31:47: Wir schauen wo ist der Kompromiss, wo können wir alle mit leben?
00:31:50: Genau, damit kann man aufspielen.
00:31:52: Das kann man einbringen aber sicherlich nicht bei jeder Entscheidung.
00:31:55: Ich würde gerne noch mal stark machen dass im Morgengreis gerade in der strukturellen Verankerung ein großes Potenzial steckt weil es allen Vertrautes, weil es akzeptiert ist und auch ein wichtiges Format ist.
00:32:10: Ein Aspekt haben wir hier noch gar nicht angesprochen das ja auch um dieses Gemeinschaftserlebnis geht.
00:32:16: Es ist ja nicht nur eine angeordnete Zwangsveranstaltung, sondern es hat ja einen rituellen Hintergrund dieses Gemeinschaftserlebenden.
00:32:25: Dass man dazugehört, dass man gemeinsam diesen Ort belebt im wahrsten Sinne des Wortes und das gibt einen Schutzraum um in dieser festen Struktur Strukturen zu öffnen.
00:32:38: Denn erst wenn Kinder die Erfahrung machen, dass sie gesehen gehört werden, dass ihre Stimme zählt können sie daran auch arbeiten und weiterentwickeln und da liegt bei pädagogischen Fachkräften eine große Gestaltungsmacht.
00:32:52: Ich benutze jetzt bewusst nochmal den Begriff der Macht, weil Macht nicht nur immer etwas mit ich stelle Hierarchie her und lasse jemand nichts Wort kommen sondern gerade vor dem Hintergrund dass wir mit unserer Lebenserfahrung, mit unserer gesamten Expertise als schon erwachsene Person eben sehr gut auch machtbewusst abgeben können und uns darin üben können.
00:33:17: Und der Morgenkreis wäre ein Setting, wo Kinder in einem geschützten Raum da muss man auch das im Blick behalten was mute ich Kindern zu sich entfalten zu dürfen ausprobieren zu dürfen als Basis für dann weiteres demokratisches Sich mitbilden.
00:33:36: Insofern hoffen wir dass wir vielleicht mit unserem Podcast so ein bisschen dazu einladen können auch mal auszuprobieren Wie erlebe ich mich denn als Fachkraft im Morgengreis?
00:33:47: Was mache ich eigentlich so, was ist mir wichtig, Kinder zu befragen wie sie gerade meinen Morgenkreis erleben.
00:33:54: Vielleicht auch mal eine Kollegin gegenseitig.
00:33:56: Hospitationen und kollegiale Beratung, kollegiales Feedback ist ja auch ne ganz wichtige und bereichernde Möglichkeit mehr über sich von seinen pädagogischen Handeln zu
00:34:07: erfahren.".
00:34:08: Ja, vielleicht noch so aus unserem Projekt.
00:34:09: Wir hatten stellenweise auch die Möglichkeit, dass wir mit den Fachkräften zusammen noch die Morgenkreise angeschaut haben im Feed also im Interviewgespräch nach den Morgengreisen und ich fand wenn man die Möglichkeit hat das ist es am Alltag nicht immer umsetzbar aber sich einmal selbst zu filmen Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit war selber sehr überrascht über die Reaktion Teilweise sehr selbstkritisch auch, wie die Fachkräfte gegenüber sich selbst waren.
00:34:34: Aber teilweise waren sie auch sehr begeistert davon zu sehen, wie aktiviert und beteiligt sich Kinder im Morgenkreis waren und was eine Interaktionsgestaltung im Morgen Kreis ausmachen kann.
00:34:45: Also dass es sich selber noch mal anzuschauen, haben wir auch sehr viel positives Feedback dazu.
00:34:50: Ja und gerade dann auch in diesen Momenten zu schauen, wer nimmt viel Teil?
00:34:53: Und wer vielleicht eher so im Inneren.
00:34:56: Also ich kenne auch Eltern die dann erzählen das Zuhause-Morgengreise nachgespielt und total nacherlebt werde.
00:35:03: aber am Aktivprozess dann im Raum wirken die Kinder eher zurückhaltend Und das darf ich auch aus meiner Praxiserfahrung sagen.
00:35:09: Ich habe auch gerne die Kamera einfach hingestellt, mich beobachtet und zu schauen wie mache ich das, wie interagiere ich?
00:35:16: Und eben die eigene Reflexion bin nicht nur dann eine gute Fachkraft sage ich jetzt mal wenn alle brav mit singen und der Morgenkreis total ruhig läuft um mich hat es auch gerade nochmal total richtig innerlich entspannt.
00:35:28: dieser Moment als sie gesagt haben Dann stehen Kinder auf und ich reflektiere und denke vielleicht sind wir jetzt am Ende des Kreises.
00:35:35: Danke dass ihr das gezeigt hat, vielleicht machen wir nachher noch mal ein und greifen einen Aspekt in der Kleingruppe auf.
00:35:41: Da entstand für mich tatsächlich schon beim Zuhören eine ganz andere Atmosphäre in mir.
00:35:47: Ich finde auch es gibt einfach einen Recht auf Nichtbeteiligung.
00:35:50: Genau ich beforsche auch gerade wieder in der Kita.
00:35:52: zum anderen Thema aber habe trotzdem am Morgenkreis teilgenommen und da in der Gruppe waren Bügelperren grade das große Thema und es ging darum welche Farben nehmen wir als nächstes.
00:36:00: genau weil die Erfahrung hat gezeigt ist macht keinen Sinn alle Tüten aufzureißen sondern besuchen eben ne paar stunde Farben aus Und alle durften mit abstimmen.
00:36:07: und ein Kind hat gesagt, naja, es möchte eh nicht mit dem Bügel fällen machen.
00:36:10: Er möchte ihn nicht daran teilnehmen.
00:36:11: Es wurde dann einmal gefragt und dann hieß es nein und dann war das auch okay.
00:36:16: Das fand ich auch noch mal eine schöne Situation weil es zeigt ok du wurdest gesehen dass du nicht aufgestanden bist.
00:36:21: brauchst du Hilfe beim Zugang oder möchtest du dich einfach nicht beteiligen?
00:36:26: Dann war die Situation auch vorbei.
00:36:27: genau.
00:36:27: aber das ist auch nochmal wichtig.
00:36:28: so Kinder müssen sich auch nicht beteilen.
00:36:32: Ja, nicht beteiligen an der Abstimmung das verstehe ich.
00:36:34: Aber was ist denn wenn wir jetzt im Morgengreis als Ritual etabliert haben und eigentlich fast verpflichtend ist das Kind daran teilnehmen?
00:36:44: Und was machen wir dann?
00:36:45: aber, wenn Kinder sagen Ich will nicht!
00:36:47: Ich möchte heute nicht mitmachen.
00:36:49: Ich glaube, wenn ein Kind nicht am Morgenkreis teilnehmen möchte wird es dafür einen Grund geben.
00:36:55: und im ersten Schritt Ich bin als Pädagogin, in der Verantwortung herauszufinden woran liegt es.
00:37:03: Ist das Kind müde?
00:37:04: Ist es ihm zu laut?
00:37:05: Spricht der Morgengreis ihn nicht an?
00:37:08: Es kann ganz viele Gründe geben und auch Grunde geben die in einer Struktur liegen dass der Raum barrieren darstellt.
00:37:15: wie immer da übertrete ich eine ganz wichtige Schwelle wenn ich für mich als erwachsene Person zulassen kann Da ist etwas was nicht so ist Dass das Kind genau das macht, was ich möchte.
00:37:28: Den Morgenkreis und dann wäre das für mich das zentrale Thema herauszufinden warum gehen die anderen Kinder zum Morgengreis machen sie einfach nur mit?
00:37:37: oder ist wirklich etwas so?
00:37:40: also man muss und da sind wir eigentlich bei dem Anfang unseres Gesprächs dass es Inklusion Ich muss auf die Struktur gucken Und nicht die Verantwortung bei dem Kind suchen, was sich meiner Idee und meinem Angebot jetzt nicht so zuwendet wie es mir wünsche.
00:37:57: Da kann's ganz viele Gründe geben und da muss man an dem Grund arbeiten.
00:38:00: Sicherlich kanns diese Situation geben dass man keine Lösung findet und ich glaube dann braucht es kollegiale Beratung miteinander.
00:38:07: Wie gehen wir damit um?
00:38:08: Schaffen wir ein alternativ Angebot wenn wir damit leben das sich ein anderes Format herausbildet Weil die Idee dieses Gemeinschaftsbildenden Elements im Morgengreis ist schon wichtig, auch für die Kultur und das Miteinander in der Einrichtung.
00:38:25: Aber ich würde es ernst nehmen!
00:38:27: Ja also auf jeden Fall... Ich denke als Ergänzung ist es ja immer so, auch da spielt ja Macht eine Rolle.
00:38:32: Wir haben ja auch oder Fachkräfte haben wir auch die Macht zu mobilisieren und zu aktivieren indem wir etwas begeistert sind von etwas.
00:38:40: das ist auch eine Macht die wir haben und die wir auch nutzen können und sollten um Zugänge zu schaffen.
00:38:45: zu Angeboten muss nicht der Morgenkreis sein weil wir wissen ja auch dass oder glaube ich kennt man auch von sich selbst wenn wir Sachen nicht kennen, auch Angst davor haben oder auf das Ablehen.
00:38:54: Und dass es natürlich auch eine Möglichkeit sein kann zu sagen hey, hast du heute machen lassen?
00:38:59: Oder du kannst eine Sache bestimmen einfach um einen Zugang zu schaffen.
00:39:03: Wir haben nach den Morgenkreisen noch mal so kurz Interviews mit den Fachkräften geführt weil in der Videografie haben wir die Morgenkreise gefilmt und nicht sozusagen geschaut wie die Teilnahme organisiert wird.
00:39:14: Da hatte eine Fachkraft auch erzählt, naja für sie ist das eben schon ein Gemeinschaftsritual.
00:39:17: Das wird in Kindern auch so kommuniziert und gleichzeitig würde ich ihn aber auch immer kommuniziert Wenn an dem Tag wenn du gerade in deinem Spiel vertief bist dann musst du nicht am Morgenkreis teilnehmen Dann darfst Du auch sagen Ich möchte heute Diva spielen, dann ist das in Ordnung.
00:39:30: So wie sehen das sozusagen Und gleichzeitig möchten wir diesen Ort der Gemeinschaft gerne erhalten Und da muss man für sich in der Gruppe einfach den Kompromiss finden oder den Weg finden Wie man die Teilnahme ermöglichen kann ohne sie zu zwingen
00:39:44: Ja wunderbar, ich glaube das war jetzt nochmal ganz wichtig diesen Bogen zu spannen.
00:39:47: Auch den Bogen zum Anfang und auch die Fachkräfte abzuholen um ein paar Worte mitzugeben.
00:39:53: Wie klappt es denn jetzt?
00:39:54: Ich will's gerne aber darf mich darin eben nicht festweisen!
00:39:58: Also was ich mir immer wieder auffällte wenn ich an Morgenkreisen teilnehme dass eben weil diese Frage der Struktur wirklich wichtig ist sozusagen also der morgenkreis bietet Struktur und gerade sehr lebendige Momente aber tatsächlich entstehen wenn man dieses Struktur verlässt.
00:40:11: oder so Letztes Mal wieder ein Morgenkreis, da ging es um etwas was die Kinder im Garten gemacht haben.
00:40:16: Sie hatten sich Fotos angeschaut, da war das drauf und dann war ein Kind, ah da war ich gar nicht da!
00:40:19: Was war das denn?
00:40:20: Und so meinte ein Kind ja sollen wir das zeigen und dann ist die Gruppe einfach kurz rausgegangen hat sich das angeschaut.
00:40:25: Es war auch im Winter, alle in den Hauschulen sind wieder reingekommen und der Morgenkreis ging dann weiter.
00:40:29: Das hat den Ablauf in dem Moment gar nicht gestört sondern es hat eher das Gespräch angeregt und die Kinder hatten die Möglichkeit nochmal mit den Beobachtungen zu sprechen.
00:40:35: Und gerade so dieses Bewegung im Morgengreis aufstehen so dass haben wir ein paar mal erlebt und das waren immer schöne Momente unter halt wo das Thema sich dann plötzlich komplett gewechselt hat.
00:40:44: genau das sind oft sehr aktive Gesprächsmomente sozusagen wo die Kinder sich gerne einbringen Und genau das auch zuzulassen und zu können, ist dann einfach möglich weil es ihm diese Grundstruktur gibt.
00:40:56: Ja vielen Dank!
00:40:57: Jetzt immer so die Frage nicht am Ende der Stelle, gibt es zum Ende etwas dass sie abschließend noch total gerne den Hörern und Hörerinnen als kleinen Leitgedanken mitgeben möchten?
00:41:06: Wir sind ja vor allem auch angefragt worden.
00:41:09: wegen dem Gedanken der Partizipation und Partizhipation wird ja sehr schnell eben auch in den Kontext demokratischer Bildung Ansprüche Ideen eingeordnet die wir natürlich total unterstützen und wichtig finden.
00:41:22: Und als wir uns vorbereitet haben auf das Gespräch, haben wir nochmal so Revue passieren lassen, dass ja eigentlich in einer Kindertagesstätte etwas ganz Wunderbares da ist und entsteht – es ist eine Mini-Gesellschaft, in der Kinder grundlegende Erfahrungen machen, die sie ein Leben lang prägen.
00:41:40: Wenn wir eine Vision von einer Gesellschaft haben wie wir sie uns wünschen Dann ist das genau der Ort, wo Kinder diese Erfahrungen machen können und dürfen.
00:41:49: Und wo wir als Pädagoginnen diese wirklich einzigartige Gestaltungsmacht haben zu sagen ich öffne Räume dass Kinder grundlegende Erfahrungen des demokratischen Wertschätzenden einander sehenden Miteinandersmachen können und es verinnerlichen und dann als erwachsene Person auch weiter tragen.
00:42:10: und vielleicht Total spannend mal zu überlegen, was habe ich als Kind in meiner Kindheit an Beteiligungsmöglichkeiten erfahren?
00:42:19: Und was hätte ich mir vielleicht auch gewünscht.
00:42:21: Kann auch nochmal spannend sein, dann heutige Muster zu befragen.
00:42:25: Warum reagiere ich genau in der Situation jetzt genauso?
00:42:29: Genau!
00:42:30: Danke schön.
00:42:31: Ich glaube auch es ist so wichtig dass wir diese Verantwortung spüren und ich denke auch immer dieser Satz hat so viel in sich.
00:42:38: die Kindheit is politisch Und wir als pädagogische Fachkräfte haben einfach auch so einen unfassbaren Auftrag und verändern damit natürlich ein Stück die kleine Gesellschaft, wie sie auch sagt.
00:42:49: Die Kita-Gruppe ist eine kleine Gesellschaft.
00:42:52: Wir hatten jetzt schon darüber geredet.
00:42:53: aber das was bei uns noch mal stark geworden ist und auch wenn ich an meinen eigenen Tätigkeiten die Kita denke dieses wer sagt von den Kindern was wer wird gehört und wer wird vielleicht gleich mal übersehen?
00:43:02: Wer wird nicht gehört?
00:43:04: oder wie schaffe ich halt Zugänge für alle Kinder?
00:43:06: und dass die ja da unterschiedlich sein können und wahrscheinlich auch unterschiedlich sein müssen.
00:43:10: Und ich glaube, da ist es wirklich ein Punkt wo Reflektion ansetzen sollte.
00:43:14: Ja vielen Dank an Sie beide für das super informative lebendige Gespräch und vielen Dank für Ihre Arbeit, für Ihr Wirken und für Ihr Forschen.
00:43:21: und vielen dank dass sie da waren!
00:43:24: Ja vielen dank, dass Sie uns eingeladen haben weil wir auch im Vorbereitung nochmal so gesagt haben wie schön, dass wir das noch so teilen dürfen.
00:43:32: Weil uns hat dieses Projekt sehr beschäftigt Und es ist ja auch einiges entstanden, auf das wir auch stolz sind und wie schön wenn sowas dann nicht in der Schublade verschwindet.
00:43:43: Sondern auch wir gesehen und gehört werden mit dem was wir dort erfahren haben und gestaltet haben – mit pädagogischen Fachkräften zusammen.
00:43:51: Das ist uns total wichtig nochmal.
00:43:53: Wir hatten da tolle Unterstützung so in einem Fachkräftebeirat, der uns begleitet hat durch des Forschungsprojekten.
00:44:00: Das war total wichtig und wertvoll!
00:44:02: Ich glaube
00:44:02: auch einfach überhaupt, dass wir morgenkreise Videografien mit Video aufnehmen durften.
00:44:07: Es ist eine tolle Möglichkeit für uns als Forscher, aber auch das die Fachkräfte sich darauf einlassen und dass der Morgenkreis dann doch nicht nur ein Format ist sozusagen was immer gleich aussieht sondern es wirklich sehr unterschiedlich gelebt wird wie die Kinder sich einbringen sich an sehr unterschiedlichen Stellen zeigen kann.
00:44:25: Das war noch mal total schön zu sehen.
00:44:28: Davon zehrt ja auch unsere Forschung, dass wir das überhaupt machen können und darüber reden können, genau diese Einblicke in den Alltag
00:44:34: bekommen.".